Assassin’s Creed 2 für Alle

Es darf wieder gemeuchelt werden: Ezio auf Rachefeldzug.
Es darf wieder gemeuchelt werden: Ezio auf Rachefeldzug. ©Waibel
Bereits der Vorgänger fand einen großen Fankreis, Assassins Creed 2 glänzt dieses Jahr nicht nur mit fulminanter Technik, sondern auch einem coolen Gameplay.  

An erster Stelle steht diesmal – aller Next Gen Optik zum Trotz – eine äußerst gelungene Inszenierung der Geschichte.  Denn Optik, diesen Schluss konnte man aus dem Feedback zu Assassins Creed 1 ziehen, ist nicht alles. Ubisoft hat aus dem Feedback der Fans gelernt und die kleinen Unstimmigkeiten des ersten Teils nunmehr konseqent ausgemerzt. Die Kampagne, die dem zweiten Teil zugrunde liegt, weiß von der ersten Minute an zu überzeugen. 

Ezio ist allein. Unbekannte haben seinen Vater und seinen Bruder umgebracht. Er sinnt auf Rache. Assassins Creed verkommt deswegen aber nicht zum Dauergemetzel. Die Hauptaufträge wurden sinnvoll in den Verlauf der Geschichte eingebaut. Neben den die Story vorantreibenden Missionen gibt es für Ezio aber genug zu tun. Er besteigt Türme, um die Übersichtskarte aufzudecken, macht sich auf die Suche nach Adlerfedern oder meistert andere Nebenmissionen. Da müssen schon einmal untreue Ehemänner ins Gras beißen oder Anhänger des Pazzi-Clans. Kletter- und Geschicklichkeitseinlagen auf der Suche nach dem richtigen Hebel erinnern an Prince of Persia.

Das ohnehin gute Kampfsystem wurde nicht groß überarbeitet. Noch immer gibt es je eine Taste zum Schlagen, Blocken, Verhöhnen und zum Kontern. Wachen werden mit normalen Angriffen geschwächt, ehe der Finalschlag angesetzt werden kann. Spezialeinheiten wie gepanzerte Kämpfer, Bogenschützen oder Scouts machen Ezio das Leben deutlich schwerer. Der Assassine muss die Umgebung geschickt nutzen. So reißt er schon einmal eine Wache auf einem hohen Kirchturm mit einem geschickt getimten Griff in den sicheren Tod – lautlos und waffenlos, ganz nach Assassinenmanier. Nach erfolgtem Attentat heißt es Fersengeld geben. Dazu hat Ubisoft neu den sogenannten Freerun-Modus implementiert. Ezio läuft los, vollführt automatisch halsbrecherische Sprünge, klettert geschmeidig Wände empor oder hangelt sich an Geländern entlang. Der Spieler gibt nur die Laufrichtung vor.  

Das wichtigste neben der Flucht ist aber die Tatsache, dass Ezio sich unentdeckt bewegt. Er verfügt in „Assassin’s Creed 2“ über verschiedene Möglichkeiten, mit der Umgebung zu verschmelzen und sich vor Wachen in Sicherheit zu bringen. So genügen in Florenz Menschenmengen, mit denen Ezio verschmilzt, aber auch angeheuerte Helfershelfer wie Kurtisanen, Diebe oder Söldner decken den Rückzug des Assassinen durch Ablenkung. 

Für Entdecker gibt es viel zu sehen. Zu jedem Gebäude, jeder Figur und jedem Ort gibt es Zusatzinformationen in Form von Texten. Zudem deckt der Spieler durch das Finden von Glyphen die Geschichte hinter dem Aspergo-Konzern auf. Reizvoll: Mit der Zeit schaltet Ezio einen eigenen Rückzugsort frei: In der Assassinen-Villa kann der selbst entworfene Attentäter neu eingekleidet oder mit besserer Ausrüstung versehen werden.  

Technisch ist das Game sowohl auf 360 als auch auf der PS3 ein echter Leckerbissen. Ob Sound oder Grafik, da gibt es nichts zu meckern. Die DS Version „Altairs Chronicles“ weiß ebenso mit einer stimmigen Geschichte aufzuwarten und ist als Handheld-Version technisch sehr stimmig geworden. Die PSP-Version „Bloodlines“ orientiert sich vom Gameplay her sehr an Teil 1 des Assassinen-Simulators, weiß aber auch insbesondere technisch zu überzeugen. Wer Assassins Creed auf der Next Gen Konsole und auf dem PC mochte, wird Bloodlines lieben, eine PSP vorausgesetzt.

Fazit:

Assassins Creed 2 allüberall. Ubisoft lässt keine Wünsche offen. Ob Next Gen Konsole, Nintendo DS oder Sony PSP, jegliche Umsetzung des zweiten Teils des Assassinen-Abenteuers ist sehr gelungen. Die Nase vorn haben natürlich die Next Gen-Konsolenableger, doch spielerisch sind auch die Handheld-Versionen sehr überzeugend. Somit bekommt Assassins Creed den Nachfolger, den es verdient, und die große Fanschar Stunden über Stunden Kletter, Schleich und Attentätererlebnisse am laufenden Band. Die DS Version ist ab 12 Jahren, das Assassins Creed-Remake des ersten Teils setzt 16 Jahre voraus. Die Next-Gen Version ist nur für reife Spieler ab 18 Jahren!

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