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Assad lehnt Waffenstillstand "mit Terroristen" ab

Syriens Präsident Assad bleibt bei seinem harten Kurs gegen die bewaffnete Opposition in dem Land. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montag berichtete, sagte der Staatschef beim Besuch einer libanesischen Delegation in Damaskus: "Es gibt keinen Waffenstillstand mit Milizionären und Terroristen." Syrien werde den Terrorismus bekämpfen und sucht eine politische Lösung des Konfliktes.

Nach Angaben von Aktivisten haben syrische Truppen bei Damaskus Dutzende Menschen getötet. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden in einem Vorort, der seit Sonntag von der Armee vollständig kontrolliert wird, mindestens 80 Tote gefunden. Die Lokalen Koordinationskomitees sprachen von insgesamt 483 Toten in Damaskus und Umgebung.

Keine verlässlichen Zahlen aus Syrien

Einige der identifizierten Leichen, die nach dem Sturm auf Jdaidat al-Fadl gefunden worden seien, hätten schwere Verstümmelungen aufgewiesen, teilte die Beobachtungsstelle mit. Innerhalb der vergangenen fünf Tage seien mindestens 110 Menschen in der Stadt durch Bomben, Kämpfe und Massenhinrichtungen getötet worden, darunter zahlreiche Rebellen.

Vermutlich sei die Zahl der Opfer noch höher, aber die genaue Zahl sei schwer zu ermitteln, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. “Wir fordern das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf, eine Delegation nach Jdaidat al-Fadl zu entsenden, um (die Vorfälle) zu untersuchen”.

Video zeigt verstümmelte Leichen

Die Beobachtungsstelle veröffentlichte Videoaufnahmen aus dem Dorf, auf denen blutüberströmte Leichen zu sehen sind, die auf dem Boden liegen. Einige der Toten haben verstümmelte Gesichter. Jdaidat al-Fadl liegt südwestlich von Damaskus in einer Gegend, in der Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen leben.

(APA)

 

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