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Asien und Afrika bekräftigen Zusammenarbeit

Mit einer Feier in der indonesischen Kleinstadt Bandung haben am Sonntag Vertreter von über 80 afrikanischen und asiatischen Staaten der Geburtsstunde der Blockfreien-Bewegung vor 50 Jahren gedacht.

Zum Abschluss des Asien-Afrika-Gipfels in Jakarta flogen Staatsoberhäupter und Regierungschefs nach Bandung und versammelten sich dort in der so genannten Freiheitshalle, einem ehemaligen Clubhaus niederländischer Kolonialherren, in dem die historische Konferenz 1955 stattgefunden hatte.

„Wir kommen heute hierher, um uns zu erinnern, aber auch zur Bestätigung, zur Erneuerung“, sagte der gastgebende indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono. Als Sprecher der asiatischen Staaten erinnerte der indische Ministerpräsident Manmohan Singh an das zentrale Anliegen der Blockfreien-Bewegung, die Interessen der Entwicklungsländer auf der internationalen Bühne zu stärken: „Wir müssen sicherstellen, dass der Aufbau der internationalen Institutionen demokratischer und repräsentativer wird.“

In diesem Sinne drängten die Delegierten in der Abschlusserklärung des Gipfeltreffens auf eine rasche Reform der Vereinten Nationen. Sie beschlossen eine „neue afrikanisch-asiatische Partnerschaft“ zur engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen Armut, Korruption und Terrorismus.

Die Blockfreien-Bewegung war 1955 in Bandung entstanden, auf Einladung des indonesischen Gründungspräsidenten Sukarno. Das Treffen in Jakarta stand jetzt unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen: Tausende von Polizisten riegelten ganze Straßenzüge rund um die Freiheitshalle ab. Zum Abschluss des Treffens pflanzten die Teilnehmer in einem nahe gelegenen Park für jeden Mitgliedstaat der Blockfreien-Bewegung einen Baum.

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