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Ärztin bestahl Tennispartnerinnen

Symbolfoto
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Wiener Ärztin bestahl Tennispartnerinnen: Acht Monate bedingt - Danach ging 48-Jährige mit fremder Kreditkarte shoppen - Richterin: „Sie sind ganz schön hart“.

Die „diebische Elster“, die im vergangenen Herbst in einem Tennis-Center am Wiener Stadtrand ihr Unwesen trieb, entpuppte sich als eine 48-jährige Ärztin mit einer gut gehenden Ordination. Nötig hätte sie das Stehlen also nicht gehabt. Dabei entwendete sie nicht nur Fremden, sondern unter anderem auch einer 70-Jährigen die Brieftasche, mit der sie sich öfters in einem Damen-Doppel matchte. Als diese ganz aufgeregt ihre in der Garderobe verschwundene Börse suchte, sprang die Ärztin kurzerhand für sie ein und tat so, als wisse sie von nichts.

“Ich möchte nicht mehr drüber reden”

„Sie sind ganz schön hart“, meinte Richter Sonja Höpler-Salat am Mittwoch im Straflandesgericht, wo die Ärztin wegen schweren Diebstahls und Betruges zu acht Monaten bedingt verurteilt wurde. Diese nahm die für eine bisher Unbescholtene eher empfindliche Strafe sofort an: „Mir ist das Ganze unangenehm genug. Ich möchte nicht mehr drüber reden.“

Zum „Handkuss“ war auch eine Berufskollegin der diebischen Ärztin gekommen. Neben 200 Euro Bargeld hatte die 48-Jährige auch deren Kreditkarte erbeutet, mit der sie dann in einem Schuh- sowie einem hochpreisigen Bekleidungsgeschäft um 1.400 Euro shoppen ging.

“Blackout nach einem schizophrenen Schub”

„Ich hab’ Probleme mit Tabletten gehabt. Ich hatte schwere Depressionen. Ich bin da in etwas rein gerutscht“, erläuterte die Beschuldigte. Sie war auch gleich mit einer Diagnose zur Stelle. „Eine Art Blackout nach einem schizophrenen Schub durch die Tabletten“, vermutete sie.

Während der Verhandlung machte die Ärztin einen sehr verwirrten, fahrigen Eindruck. So ließ sie mehrere 500 Euro-Noten, mit denen sie ihren Opfern im Gerichtssaal die Beute zurück zu zahlen gedachte, einfach zu Boden fallen. “Üben Sie eigentlich Ihren Beruf aus?“, wollte die Richterin wissen. – „Ja, ja! Ich habe ihn heute und immer ausgeübt.“

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