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ArtDesign Feldkirch am Wochenende

Die ArtDesign, so wie man sie bisher kennt, findet man in einer von vier Locations an nunmehr beiden Ufern der Ill wieder. Im Bild: Artdepot_Mother-Animal
Die ArtDesign, so wie man sie bisher kennt, findet man in einer von vier Locations an nunmehr beiden Ufern der Ill wieder. Im Bild: Artdepot_Mother-Animal ©ArtDesign Feldkirch
Messe an der Schnittstelle von Design, Kunst, Mode und Fotografie. 6. bis 8. November.


Die Formate der ArtDesign an vier Schauplätzen auf einen Blick
Die ArtDesign findet zum neunten Mal statt und ist eine tragende Komponente im Stadtleben von Feldkirch, eine relevante Größe in der übernationalen Gestaltungs-Szene und ein Fixtermin für die ÄsthetInnen der Region. Die Verantwortlichen der ArtDesign rechnen erneut mit rund 8.000 BesucherInnen, die am kommenden Wochenende von 06. – 08. November Feldkirch, gemeinsam mit dem Dachformat eines neuen Kulturfestivals, der POTENTIALe, in eine soziokulturelle Intervention verwandeln.

Das Leitungsteam der Messe Maya Kleber und Johanna Bernkopf konzentrieren sich innerhalb der aktuellen Auflage inhaltlich auf die Bereiche, für die es in Vorarlberg keine vergleichbare Plattform gibt. Fotografie, Angewandte Kunst und Design. Die Bildende Kunst ist seit diesem Jahr kein Branchen-Bestandteil mehr. Somit haben wir uns nicht nur von unseren Galeristen, sondern auch von langjährigen Partnern aus dem Handel verabschiedet. Ohne diese Schärfung hätte eine Neuausrichtung in der Größe, wie man sie dieses Jahr vorfinden wird, nicht konzipiert werden können.

ArtDesign WERKSCHAU im Pförtnerhaus

Die ArtDesign, so wie man sie bisher kennt, findet man in einer von vier Locations an nunmehr beiden Ufern der Ill wieder. Die klassische Verkaufspräsentation der AusstellerInnen, mit Objekten vom Ohrring bis zum Ohrensessel, befindet sich im Pförtnerhaus. Fast vier Dutzend Anbieter und Handwerkerinnen aus dem Bregenzerwald oder aus Wien, aus London oder dem Thurgau präsentieren in der Werkschau Dinge aus Holz oder Leder, Stoff und Stahl, Silberblech und Seide.

ArtDesign WERKSTATT im Alten Hallenbad

Dazu kommt die Werkstatt: Acht internationale ProduzentInnen sind die Avantgarde dieser neuen Formatflanke und lassen sich im Alten Hallenbad über die Schulter schauen: Papier, Glas und Textiles sind ihre Materialien, ein 3d-Drucker ist im Spiel, Re- und Upcycling sind Sache. Der Einblick in die Herstellung ermöglicht einen zusätzlichen Bezug zum Gegenstand, der auch hier zum Erwerb angeboten wird.

ArtDesign PHOTO im Montforthaus

Die erste Plattform für angewandte Fotografie im Westen Österreichs. In einem Haus, das für Vorarlberg seit Anfang des Jahres wieder einmal Architekturgeschichte schreibt. Die ArtDesign wagt mit einem Schritt zurück in bekannte Gefilde gleichzeitig einen Sprung über die Ill hinein in inhaltliches Neuland. Die ArtDesign PHOTO bereitet einer Auswahl an regionalen und internationalen Protagonisten ein Schaufenster, dass ihre Arbeiten in dieser Werkschau einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Denn gilt die Fotografie sicher als eine der jüngsten und zugleich spannendsten Kunstformen der Jetztzeit, mit der die ArtDesign globale Kunsttrends im suburbanen Raum wieder mal in ein Selbstverständnis wandelt.

LAVA Award Sonderausstellung in der Turnhalle Gymnasiumhof

Im Gebäude des vierten Schauplatz zeigt eine Sonderausstellung die LAVA-Award-Nominierten – Zehn Arbeiten, internationaler ProtagonistInnen, darunter sechs Newcomer.
In gewisser Weise ist es einfach folgerichtig, dass das “Einfach Möbel Team” nun nach dem “Einfach Hocker”, dem Tisch und der Bank, nun das “Einfach Kanapee” vorstellt, bei dem die schlichte Eleganz der leicht ausgestellten Beine erhalten und gleichzeitig der Sitzkomfort durch die Polsterung erhöht wird. Der Architekt Markus Gohm rückt in seiner auf Alu-Dibond kaschierten Fotoarbeit Bleibe (Awil/Somalia) ein charismatisches Gesicht in den Mittelpunkt. Nicht die Herkunft des Porträtierten oder die Umstände der Aufnahme sind das Bildthema, sondern schlicht dessen sympathische Präsenz. Martin Mischkulnigs Fotografie Smalltown von 2009 spielt mit der Zielscheibe, die als Projektionsfeld unserer Wahrnehmung meist nur dort Treffer aufweist, wo unsere Erwartungshaltung bestätigt wird. Im wahrsten Sinne leistet sein australisches Werk im Wechselspiel von Fläche, Raum, Licht und Dunkel Entwicklungsarbeit. Maike Dahl schmiedet, faltet und lötet Vorratsdosen aus dünnem Silberblech. Gefallen hat der Jury, wie sich in ihren Objekten und Dosen aus dem konstruktiv Notwendigen eine gelungene Oberflächenstruktur ableitet. Durch die Verwendung eines selbstgezüchtetem Kalialaunkristalls bietet das Designstudio Ertl.Novak beim Leuchtkörper Cristallight CL1 eine kluge Möglichkeit, aus einem Massenartikel Einzigartiges zu machen. Überzeugend ist, wie hier eine industriell gefertigte Hängeleuchte zum Unikat wächst. Ein formales Werkprinzip ist in der von Cosma Frascina entworfenen Objektserie Calcarenite konsequent auf unterschiedliche Anwendungsfelder übertragen. Raue Brocken aus Kalkstein werden mit traditionellem Werkzeug des Bergbaus bearbeitet und mit einer Gipsschicht ummantelt. Gerade durch die formale Reduktion besticht Florian Freihöfers Konzept von den Vary Lichtkörpern. Seine Formen aus mundgeblasenem Glas sind einfache Lichtzeichen, welche die feierliche Tradition der minimalistischen Lichtkunst für den Gebrauch im Alltag anklingen lassen. Lukas Gächters Fotografie auf Büttenpapier überzeugt die Jury in seiner Stille und poetischen Dichte. Die Strandszene mit den „Kids from Arpoador“ ist voll von Atmosphäre, Meeresluft und surrealer Entrücktheit. Die Einreichung „Touch That Taste“ von Martyna Barbara Golik besteht aus Sound, Bild, Text und Objekt. Überraschend ist, wie dabei die Bandbreite des guten Geschmacks tatsächlich in Form gebracht wird. Die Bittere, Salzige, Süße oder Saure wird zum Ausgangspunkt einer grundsätzlichen Befragung einer eindimensionalen oder doch synästhetisch ausgeformten Wahrnehmungswelt. Die Produktgestalterin Marta Suslow punktet mit einem Prototyp einer Teekanne H20 – Tea by Induction, der im Rahmen einer Bachelor-Arbeit 2015 entstanden ist. Ihre Neuinterpretation eines Wasserkochers greift ästhetisch skandinavische und asiatische Traditionen auf und bietet durch die Verwendung von induktionsfähigem Gusseisen eine zeitgemäße Umsetzung des Themas. Der geknickte Eschenholz-Griff verleiht dem Objekt das gewisse Etwas.
Die Bekanntgabe der/die GewinnerIn erfolgt am Abend in einem öffentlichen Rahmen ab 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Sonderausstellung. Die Vergabe des LAVA Awards übernimmt der Vorarlberger Landtagspräsident Mag. Harald Sonderegger und die des Newcomer Awards der Bürgermeister der Stadt Feldkirch, Mag. Wilfried Berchtold.

Quelle: Montforthaus Feldkirch/Stadtmarketing Feldkirch/Dreher

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