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Armut trotz Arbeit

In Vorarlberg haben 2008 laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Vorarlberg rund 70.000 Personen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle von 951 Euro netto pro Monat gelebt. Davon waren etwa die Hälfte "Working Poor", also Personen, die sich trotz Berufstätigkeit ihr Leben nicht ausfinanzieren konnten.
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Wie die am Donnerstag präsentierte Studie weiters belegt, gibt es in Vorarlberg beträchtlich mehr Ärmere und etwas mehr Reiche als im österreichischen Durchschnitt. Demnach bewegen sich 72 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung im Bereich der mittleren Einkommen, während es österreichweit 79 Prozent sind, erklärte Studienautorin Eva Häfele. Umgekehrt verfügen zehn Prozent der Vorarlberger über ein Einkommen, das die Armutsgefährdungsschwelle um mindestens das Dreifache überschreitet. Im Bundesgebiet liegt dieser Wert bei neun Prozent. Daraus lasse sich auf Vorarlberg bezogen schließen, “dass es eine vergleichsweise starke Ungleichverteilung der Einkommen gibt”, so Häfele.

Frauen sind in stärkerem Maße “Working Poor”-gefährdet als Männer, was auch daran liegt, dass viele Frauen in Dienstleistungsbranchen arbeiten. “In den Dienstleistungsbranchen sind typischerweise die niedrigsten kollektivvertraglichen Mindestlöhne vorzufinden: Angestellte in Notariatskanzleien, Zahnarzthelferinnen und Arzthelferinnen haben in Vorarlberg kollektivvertragliche Mindestlöhne zwischen 1.000 und 1.093 Euro brutto”, erklärte Co-Studienautor Kurt Greussing. Insgesamt seien in Vorarlberg rund 56.000 Mitarbeiter in Niedriglohnbranchen beschäftigt.

AK-Präsident Hämmerle fordert als eine Konsequenz aus der Studie die gesetzliche Festlegung eines Mindestlohns von 1.300 Euro brutto, 14 Mal jährlich. “Es ist schlichtweg eine Schande, wenn in Österreich Menschen für weniger als 1.300 Euro brutto im Monat arbeiten müssen”, erklärte er. Außerdem müssten das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe deutlich angehoben werden, betonte der AK-Präsident.

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