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Arlberg-Bahnstrecke bleibt heute zu

Schneeschaufeln im Klostertal: Entlastung der Dächer von den Schneemassen.
Schneeschaufeln im Klostertal: Entlastung der Dächer von den Schneemassen. ©VOL.at/Hofmeister
Schnee-Situation in Vorarlberg entspannt sich langsam – Schneebrett auf Straße im Walsertal, ÖBB-Arlbergstrecke kann noch nicht freigegeben werden.

Die Arlberg-Bahnstrecke bleibt heute weiterhin wegen Lawinengefahr gesperrt, die Fahrgäste sind weiterhin auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Rene Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB bestätigte VOL.at, dass heute noch Erkundungsflüge mit Helikoptern anstünden. „Die Lawinenkommission entscheidet dann über die weitere Vorgehensweise. Heute, am Dienstag, bleibt die Arlbergbahnstrecke für den Zugverkehr auf jeden Fall noch gesperrt“, so Zumtobel. Denn auch wenn die Lawinenkommission die Strecke für den Zugverkehr freigibt, müssen zuerst Schneeräumzüge die Strecke befahrbar machen. Zudem müssten die auf den Fahrleitungen liegenden Bäume entfernt werden. „Die Schneemassen müssen von den schon länger nicht mehr befahrenen Geleisen geschoben werden“, erklärt Zumtobel.

Lage entspannt sich langsam

Nach den teils massiven Schneefällen der letzten Tage und der angespannten Lawinensituation in Vorarlberg entspannt sich die Lage am Dienstag langsam. Am Dienstag konzentrierten sich die wenigen Einsätze aufs Großwalsertal, so die Einsatzzentrale RFL.

Bilanz: Rettungs- und Feuerwehrleitstelle 243 Mal alarmiert

Die Vorarlberger Landesregierung hat währenddessen eine vorläufige Bilanz über die vergangenen Tage mit Sturmschäden und Schneemassen gezogen. Von 5. bis 9. Jänner 2012 wurde die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle 243 Mal alarmiert. Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (beide V) bedankten sich bei den Einsatzkräften für ihr Engagement. “Die Lage scheint sich nun langsam zu beruhigen, wir beobachten die Entwicklung aber weiter sehr genau”, sagte Wallner.

Landesregierung: Funktionierende Strukturen wichtig

Die Situation habe bewiesen, wie wichtig funktionierende regionale Strukturen seien, so Wallner. Laut Schwärzler leisteten die Feuerwehren mit rund 3.900 Personen in den vergangenen Tagen 212 Mal Hilfe, großteils bei der Beseitigung von Sturmschäden. In 25 Fällen waren Hubschrauber im Einsatz. Sie waren rund 870 Minuten in der Luft, um Lawinenerkundungen zu ermöglichen, Retter an Ort und Stelle zu bringen oder Schnee von den Bäumen abzuwedeln. Der Katastropheneinsatzzug des Roten Kreuzes versorgte am Wochenende in Bludenz gestrandete Zugreisende mit rund 2.600 warmen Getränken. Die Bergrettung unternahm sechs Such- bzw. Evakuierungseinsätze. Auch die örtlichen Lawinenkommissionen hätten gute Arbeit geleistet.

Weiterhin Investitionen in Schutzwälder geplant

Großen Anteil am Erhalt der Sicherheit habe die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV), so Schwärzler. Mit der Bundesinstitution stehe man vor allem im Bereich Forstwirtschaft in enger Kooperation. Überall, wo es möglich sei, setze man zum Schutz vor Lawinen auf Aufforstungen und Sanierungen des Schutzwalds, der jährlich rund 3,4 Mio. Euro koste. Seit dem Lawinenwinter 1999 wurden in Vorarlberg durch Bund, Land und Interessenten wie den Gemeinden und den ÖBB mehr als 200 Mio. Euro in Verbauungen zum Schutz vor Naturgewalten investiert.

Andreas Reiterer, Leiter der Sektion Vorarlberg der WLV, nannte als Beispiele Verbauungen zum Schutz der Flexenstraße, den Lawinenleitdamm bei Zürs am Arlberg und Geschiebeauffangbecken im Suggadinbach in St. Gallenkirch (Montafon). Derzeit sei die WLV auf 182 Baustellen im Land aktiv, so Schwärzler. Die Investitionen im Jahr 2011 betrugen rund 16,7 Mio. Euro, etwa 60 Prozent davon trug der Bund. Für heuer seien 16,3 Mio. Euro budgetiert.

Schneerutsch auf die Raggalerstraße

Dennoch bleibt die Lage weiterhin heikel. In Sonntag musste die Feuerwehr nach einem Schneerutsch im Bereich Bregenzer Halde ausrücken und in Raggal findet zur Stunde eine Sicherheitssuche auf der L88 Raggaler Straße statt, nachdem ein kleineres Schneebrett auf die Fahrbahn abgegangen ist. Da auch keine größeren Niederschlagsmengen mehr prognostiziert sind, rechnen die Verantwortlichen bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle mit einer weiteren Entspannung der Lage.

Ab morgen Skiwetter!

Arnold Tschofen vom ZAMG-Wetterdienst Bregenz erwartet für die Arlbergregion heute abklingende Schneefälle und rechnet für Mittwoch und Donnerstag mit idealen Skibedingungen – auf den Pisten, da die Lawinensituation weiter heikel bleiben wird. Die Schneemengen verdankt Vorarlberg einer Südwest-Strömung, warme und feuchte Luft vom Atlantik entlud sich über Vorarlberg und brachte den Niederschlag. Da diese Atlantikluft relativ warm war, stieg die Schneefallgrenze – in den Tallagen regnete es daher auch überdurchschnittlich viel.

APA/VOL.at/G. Riedmann, P. Pletsch, G. Ammann

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