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Arbeitslosigkeit um 20,2 Prozent gesunken

Bregenz - Zum 14. Mal in Folge ist die Arbeits­losigkeit in Österreich gesunken - in Vorarlberg im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 20,2 Prozent.

“In Österreich sinkt die Arbeitslosigkeit neuerlich kräftig und bereits den 14. Monat in Folge, während viele andere Staaten nach wie vor mit steigender Arbeitslosigkeit kämpfen”, berichtete Sozialminister Rudolf Hundstorfer angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten zum Monat April.

Arbeitslosigkeit sinkt: Zahlen & Fakten

Die Zahl der Arbeitslosen sinkt um 13.375 auf 236.304 (-5,4 Prozent), jene der AMS SchulungsteilnehmerInnen um 15.629 auf 65.421 (-19,3 Prozent). Die Zahl an Arbeitslosen und SchulungsteilnehmerInnen ist damit um 29.004 oder 8,8 Prozent zurückgegangen. Nur die Niederlande haben in der EU eine ähnlich niedrige Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote nach Eurostat beträgt 4,3 Prozent, so der Minister.

Die Beschäftigung wächst um 46.600 auf fast 3,4 Mio. unselbständig Beschäftigte an – damit wird wie seit mehreren Monaten Rekordbeschäftigung erreicht, berichtet der Minister. “Ein erfreuliches Zeichen für die weitere Arbeitsmarktentwicklung ist die kräftig um 15,7 Prozent steigende Zahl an offenen Stellen: mit 36.025 offenen Stellen wurden dem AMS um 4.880 mehr offene Stellen gemeldet”, sagte Hundstorfer.

Die Arbeitslosigkeit sinkt bei Männern (-8,2 Prozent) und auch wieder bei den Frauen (-1,9 Prozent), die Jugendarbeitslosigkeit geht überdurchschnittlich stark um 7,9 Prozent zurück, sogar bei den Älteren sinkt die Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozent obwohl immer mehr Ältere (ca. +35.000 gegenüber dem Vorjahr) am Arbeitsmarkt auftreten. Es profitieren sowohl ÖsterreicherInnen (mit -6,5 Prozent) als auch AusländerInnen (mit -0,6 Prozent) von der verbesserten Arbeitsmarktlage. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt um beachtliche 30,2 Prozent und es gelang, die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit um einen Tag zu verkürzen.

Arbeitslosigkeit: Stärker Rückgang in Industrie

“Nach wie vor ist die Industrie das Zugpferd des Aufschwungs in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 19,9 Prozent. Der Aufschwung wird aber zunehmend von vielen Branchen breit getragen: am Bau sinkt die Arbeitslosigkeit um kräftige 12,7 Prozent, im Handel sind um 6,4 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen und die Beschäftigten des Tourismus profitieren vom späten Ostertermin mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 8,4 Prozent”, erläuterte Hundstorfer. Im Gesundheits- und Sozialwesen steigt bei gleichzeitig kräftig wachsender Beschäftigung die Arbeitslosigkeit um 7,4 Prozent, allerdings von niedrigem Niveau ausgehend. Hauptgrund für diese Entwicklung: eine hohe Beschäftigungsdynamik erhöht automatisch die Zahl der Aus- und UmsteigerInnen.

“Der Lehrstellenmarkt gewinnt an Dynamik: es suchen zwar um 18 Jugendliche mehr eine Lehrstelle, ihnen stehen aber 499 zusätzliche offene Lehrstellen gegenüber”, so der Sozialminister. Vor allem in Oberösterreich (+39 Prozent), Wien (+32,5 Prozent), Kärnten (+29,1 Prozent) und Salzburg (+28,9 Prozent) steigt die Zahl der offenen Lehrstellen kräftig an. Die Lehrstellenlücke verringert sich damit erstmals seit langem auf weniger als 1000. “Die Ausbildungsgarantie funktioniert weiterhin sehr gut und ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich zu den niedrigsten in Europa zählt. Vor allem jedoch wird mit der überbetrieblichen Lehrausbildung allen Jugendlichen Zukunftschancen geboten und die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften”, unterstrich Hundstorfer.

Arbeitslosigkeit in Vorarlberg um 20,2 Prozent gesunken

Die Arbeitslosigkeit sinke in allen Bundesländern. In Wien sinke die Zahl der Arbeitslosen jedoch nur unter Einbeziehung der SchulungsteilnehmerInnen (+4.434 Arbeitslose, -6.663 SchulungsteilnehmerInnen, zusammen -2.229). Vorarlberg setzt sich mit -20,2% Arbeitslosen wieder an die Spitze vor Oberösterreich (-14,6%) und der Steiermark (-14%) – alle drei Spitzenreiter sind industriegeprägte Bundesländer, schloss der Sozialminister. (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; Redaktion)

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