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Arbeitslosigkeit im Ländle um 19,2 Prozent gestiegen

Bregenz - Die Arbeitslosigkeit zu Ende Jänner 2009 hat auch in Vorarlberg deutlich zugenommen. Laut der aktuellen Statistik des AMS Vorarlberg waren zum 31. Jänner 2009 mit 10.386 um 19,2 Prozent mehr Menschen ohne Arbeit als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. VOL Live im bifo Dornbirn | AMS-Geschäftsführer Anton Strini im Interview | AK fordert Hundstorfer zum Handeln auf | Gögele: "Aktive Arbeitsmarktpolitik wichtiger denn je!" | FP-Egger fordert flexibles Kurzarbeitszeitmodell

Es handle sich um den höchsten Jännerwert seit 2005, so der Vorarlberger AMS-Geschäftsführer Anton Strini. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent liege Vorarlberg deutlich günstiger als Gesamtösterreich mit einer Quote von 8,3 Prozent.

Vorarlberg sei damit nach wie vor “im guten Mittelfeld”, obwohl Kurzarbeit im Ländle bisher noch nicht eingesetzt worden sei. Bei Männern nahm die Beschäftigungslosigkeit um 25,9 Prozent zu, bei Frauen lag die Zunahme bei 11,4 Prozent. Besonders betroffen waren junge Menschen. So stieg die Zahl der arbeitslosen Unter-20-Jährigen um 31,7 Prozent, jene der 20- bis 25-Jährigen um 29 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich oft arbeitslos waren mit einem Plus von rund 30 Prozent zu Ende Jänner 2009 Ausländer. Diese arbeiteten überwiegend in Hilfstätigkeiten in der Produktion, die von der Wirtschaftsentwicklung am stärksten betroffen sei, begründete das AMS.

Nach Berufsgruppen nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber Jänner 2008 vor allem in den Hilfsberufen zu (plus 34,6 Prozent), ebenso in den Metall- und Elektroberufen (plus 34,5 Prozent), in den Verkehrsberufen (plus 37,9 Prozent), bei Maschinisten (plus 58,1 Prozent), Textilberufen (plus 29,7 Prozent) sowie in Bekleidungsberufen (plus 44,4 Prozent) und Holzberufen (plus 32,8 Prozent). Leichte Rückgänge gab es lediglich bei Hausgehilfen, Gesundheitsberufen und in den Lehr- und Kulturberufen.

Ende Jänner lagen in Vorarlberg insgesamt 1.423 sofort verfügbare Stellenangebote vor, das waren um 22,2 Prozent weniger als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Besonders deutlich nahmen Angebote in den Bau- sowie Elektro- und Metallberufen ab, ebenso bei den Hilfsberufen. Mehr Nachfrage verzeichnete das AMS nur nach Technikern und nach Personen in Gesundheitsberufen.

Zu Ende des Monats Jänner suchten 298 Jugendliche in Vorarlberg eine Lehrstelle, 1,4 Prozent mehr als im Jänner 2008. Diesen Lehrstellensuchenden standen 183 Ausbildungsplätze gegenüber, rund 75 mehr als im Vorjahr. Der Lehrstellenmarkt zeige daher eine “günstige Tendenz”, so das AMS.

AMS-Geschäftsführer Anton Strini im Interview

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