Arbeitnehmerveranlagung: Zuverdienste und Abschreibungen

Online leicht auszufüllen: Die Arbeitnehmerveranlagung via FinanzOnline leicht von Zuhause erledigen.
Online leicht auszufüllen: Die Arbeitnehmerveranlagung via FinanzOnline leicht von Zuhause erledigen. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Schwarzach - Diese Woche geben Ihnen AK, VOL.AT und VN Informationen rund um den Jahresausgleich.

Die Steuerrechtsexperten der Arbeiterkammer erhalten in ihrer Beratungstätigkeit zum Thema Arbeitnehmerveranlagung unterschiedlichste Anfragen. Eva-Maria Düringer, Steuerrechtsexpertin der AK Vorarlberg, gibt den VN-Lesern einige Beispiele aus ihrer täglichen Beratung: „Wir bekommen viele Anfragen bezüglich des Dazuverdienstes.”

Egal, ob man in der Pension geringfügig dazuverdienen möchte oder im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung noch geringfügig arbeitet, für das Finanzamt ist laut Düringer immer das Gesamteinkommen relevant.

Eine der oft gestellten Fragen ist, ob Pensionisten mit Nebenbeschäftigung diese bei der Arbeitnehmerveranlagung angeben müssen. „Pensionen unter 11.000 Euro jährlich sind lohnsteuerbefreit. Verdient man durch eine Nebenbeschäftigung mehr, wird man einkommensteuerpflichtig. Diese beträgt von einem Einkommen von 11.000 bis 25.000 Euro 36,5 Prozent. Durch die Nebenbeschäftigung muss man eine Pflichtveranlagung einreichen, da man Einkommen von mehreren Stellen bezieht. Bei Pensionen über 11.000 Euro jährlich wird die Lohnsteuer bereits abgezogen. Die Einkommensteuer für die Nebenbeschäftigung muss über die Pflichtveranlagung an das Finanzamt abgeführt werden”, klärt sie auf. „Bei der Arbeitnehmerveranlagung von Teilzeit- oder geringfügig Beschäftigten kommt noch hinzu, dass es durch den Zuverdienst zu einer Nachforderung im Bereich der Sozialversicherung kommen kann – mitunter erst ein Jahr später”, weist Düringer hin.

Brutto/Netto-Rechner

Eine erste Hilfe und Information ist, so die Steuerrechtsexpertin, der Brutto/Netto-Rechner auf der Homepage des Finanzministeriums oder auch auf der AK-Homepage. „Sehr oft kommen die Arbeitnehmer erst zur Beratung, wenn schon ein Einkommensteuerbescheid erlassen wurde.” Reagieren die betroffenen Personen nicht auf die Aufforderung des Finanzamts, eine Veranlagung durchzuführen, dann wird ein Bescheid von Amtswegen – wegen Nichtabgabe – erlassen. „In diesem Fall – zwei Beschäftigungsverhältnisse während des gleichen Zeitraumes – ist man verpflichtet, eine Veranlagung durchzuführen.”

Ein zunehmend wichtiges Thema bei der Arbeitnehmerveranlagung ist die „vorübergehende Doppelte Haushaltsführung”, weiß Düringer. „Gerade in Zeiten der immer mehr zunehmenden Mobilität oder aber, um auch die Steuersituation auf die Familie zu optimieren.” So wirken sich Sonderausgaben beim Partner mit einem höheren Steuersatz oftmals „besser” aus, obwohl ab einem Einkommen von 36.400 Euro die Sonderausgaben mit einer Höchstgrenze von 2920 Euro bis auf 60 Euro eingeschliffen werden, gibt die AK-Expertin Auskunft.

Haben Sie eine Frage?

Die AK-Steuerrechtsexpertin Eva-Maria Düringer steht Ihnen am 28. Februar für Fragen zur Arbeitnehmerveranlagung zur Verfügung.
VN-Telefonaktion: Freitag, 28. Februar, von 13 bis 14 Uhr (05572/94 94 00)
VN/VOL.AT-Videochat: 28. Februar von 14 bis 14.30 Uhr. Fragen können sie per Mail an aktuell@vol.at oder direkt im VOL.AT-Forum posten.

 

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