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Arbeiterkammer-Wahl beginnt

Im Ländle beginnt am Montag die Arbeiterkammer-Wahl, die bis 18. März dauert. 105.190 Wahlberechtigte entscheiden über 70 Mandate in der AK-Vollversammlung.

Briefwahl ist möglich. AK-Präsident Josef Fink verteidigt als Spitzenkandidat der Liste 1 die „schwarze“ Mehrheit, die übrigen vier Listen wollen nach Möglichkeit stärker werden.

Im April 1999 betrug die AK-Wahlbeteiligung in Vorarlberg 45 Prozent. Die Liste ÖAAB/AK-Präsident Josef Fink errang 60,01 Prozent bzw. 43 der 70 Mandate in der Vollversammlung. Die FSG erreichte elf Mandate (16,11 Prozent), die Freiheitlichen Arbeitnehmer kamen auf neun Mandate (12,74), die grün-nahe Liste „Gemeinsam“ auf zwei Mandate (3,38) und die Liste eingebürgerter Türken „NBZ“ (Neue Bewegung für die Zukunft) auf fünf Mandate (7,17).

Auch diesmal kandidieren fünf wahlwerbende Gruppen.

„Liste 1: Österreichischer Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB)-AK-Präsident Josef Fink“ will den Vorsprung halten.

„Liste 2: Manuela Auer – FSG“ hofft nach dem Tiefpunkt von 1999 auf Rückenwind für die SPÖ und einen klaren Zugewinn.

FPÖ-Spitzenkandidat Günther Baur und die „Liste 3: Freiheitliche und Parteifreie Arbeitnehmer – FA“ wollen mit einem „blauen“ Auge davonkommen.

Der eingebürgerte Türke Adnan Dincer als Frontmann der „Liste 4: NBZ – Neue Bewegung für die Zukunft; Gelecek icin yeni Hareket; Novi Porket za Buducnost“ rechnet mit Zuwächsen.

Auch der Grüne Mari Lechner mit seiner „Liste 5: Gemeinsam, Grüne und Unabhängige – Gemeinsam“ will den Mandatsstand auf vier verdoppeln.

Zur Ausgangslage ist daran zu erinnern, dass die AK-Wahl 1999 mit einem Sieg von Fink (von 41 auf 43 Mandate) und einer schweren Niederlage der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) geendet hat. Die FSG verlor damals mit Spitzenkandidat Walter Gelbmann fast die Hälfte ihrer vorher 20 Mandate und war in den vergangenen Jahren nur mit elf Vertretern in der Feldkircher AK Vollversammlung vertreten. Gelbmann hatte sein AK-Mandat nicht angenommen und Platz für die nunmehrige Spitzenkandidatin Manuela Auer gemacht.

Österreichweit wählen rund 2,5 Millionen Arbeitnehmer – länderweise – bis Mitte Mai ihre Vertreter in den Arbeiterkammern. Auf Basis dieser neun Wahlergebnisse werden dann nicht nur die Präsidenten der neun Arbeiterkammern in den Ländern, sondern (voraussichtlich im September) auch der Präsident der Bundesarbeitskammer (BAK) gewählt. Dafür kandidiert AK-Präsident Herbert Tumpel wieder.

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