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Arbeit im Land extrem belastet

Schwarzach - Die Steuerbelastung auf Arbeit liegt in Österreich weit über dem EU-Schnitt. Wirtschaftskammer fordert System-Korrektur.
Abgabenquote im Überblick

Statistiken lügen nicht. Ungeschönt zeigen die aktuellen Zahlen des statistischen Amtes der EU (Eurostat) wie extrem Arbeit hierzulande belastet wird. Das Gesamtsteueraufkommen auf Arbeit beträgt im EU-Schnitt 34,2 Prozent, in Österreich um ein Viertel mehr – nämlich 41,3 Prozent. Während europaweit der Steuersatz auf Arbeit in den letzten Jahren leicht gesunken ist, hat er sich in Österreich weiter nach oben entwickelt. Eine Entwicklung, die dringend einer Korrektur bedarf, wie die Wirtschaftskammer Vorarlberg fordert. Auch die Abgabenquote (Gesamtaufkommen an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen) erhöhte sich in Österreich auf 42,8 Prozent, während sie im EU-Schnitt auf 39,3 Prozent sank. „Auch wenn die Lohnsteuer aufgrund der Anzahl der Steuerpflichtigen den größten Anteil der Abgabenquote ausmacht, zahlen Unternehmer 40 Prozent aller Steuern“, so WK-Präsident Manfred Rein.

Schuften für den Staat

Hart trifft es auch die Dienstnehmer. So arbeitet, wer 14 mal 2500 Euro brutto im Monat verdient, mittlerweile bis zum 2. Juli ausschließlich für den Staat. Erst ab dem 3. Juli fließt der Lohn in seine eigene Tasche, rechnet Wirtschaftskammer-Präsident Rein vor. Im Schnitt würden einem alleinstehenden Dienstnehmer von 100 Euro Bruttolohn nur 48,80 Euro übrig bleiben. Auch hier ist Österreich im unrühmlichen Spitzenfeld.

Auch Lohnerhöhungen kommen oft nicht beim Arbeitnehmer an. Es gibt Rechenbeispiele, wo ein Unternehmer bis zu 250 Euro in die Hand nehmen muss, damit seinem Angestellen am Ende 100 Euro mehr übrig bleiben.

Diese Beispiele zeigen sehr deutlich, wie Steuerbelastung in Österreich verteilt ist. „Arbeit wird überdurchschnittlich hoch belastet“, sagt auch Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer.

Ausgaben reduzieren

Der Internationale Währungsfonds mahnt Österreich, „das Budget möglichst ausgabenseitig zu sanieren, da man bereits einen der höchsten Steuersätze in Europa habe“.  WK-Präsident Manfred Rein fordert deshalb alle möglichen Einsparungspotenziale insbesondere in den Bereichen Pensionen, Gesundheitswesen, öffentliche Förderungen und Verwaltung, durch entsprechende Strukturreformen zu heben. Dadurch wären laut WIFO bis 2013 3,4 Milliarden Euro sowie langfristig 6,5 Milliarden Euro an Einsparungen erzielbar, was neue oder höhere Steuern überflüssig machen würde“, so der WK-Präsident.

„System braucht Korrektur“

Um die Finanzsituation des Landes in den Griff zu bekommen, müsse eine Korrektur des Systemes stattfinden. „Neue Steuern bzw. Sozialabgaben dürfen kein Thema sein“, sagt Rein. Wer weiter an der Abgabenschraube drehe, konserviere falsche Strukturen und gefährde Arbeitsplätze und den Aufschwung.

Entlastung gefordert

Vielmehr sei es laut Rein nötig, das System zu straffen, soziale Schieflagen zu beseitigen und jene mittelständischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die das System mit ihren Abgaben finanzieren, zu entlasten.

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