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Arafat in schwieriger Situation

UNO-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnet Arafats Situation als „extrem schwierig“. Arafat scheine die Kontrolle über die Autonomiegebiete zu verlieren.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Lage des unter Druck geratenen Palästinenserpräsidenten Yasser Arafat als „extrem schwierig“ bezeichnet. Arafat scheine die Kontrolle über die Autonomiegebiete zu verlieren, sagte Annan am Montag dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera. Es sei nicht auszuschließen, dass die Autorität des Palästinenserpräsidenten in Gefahr sei. Er stehe in Kontakt mit Arafat, um mögliche Wege aus der Krise zu finden. Die USA hatten Arafat zuvor massiv unter Druck gesetzt, die Gewalt in den Autonomiegebieten zu beenden.

Offenbar auf Druck der USA und Israels ergriff Arafat in der Waffenschiff-Affäre personelle Konsequenzen gegen drei Mitarbeiter der Autonomiebehörde. Auf Empfehlung der von Arafat eingesetzten Ermittlungskommission wurde der Finanzbeauftragte der Sicherheitskräfte, Fuad el Shubaki, ersetzt. Israel sieht in ihm den Drahtzieher des Waffenschmuggels mit dem Schiff „Karine A“, das die israelische Marine Anfang Jänner im Roten Meer aufgebracht hatte. Auch zwei weitere Generäle müssen sich laut WAFA verantworten. US-Präsident George W. Bush hatte Arafat am Freitag vorgeworfen, den „Terrorismus zu fördern“, indem er den Waffenschmuggel in die Autonomiegebiete zugelassen habe.

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