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ARA Hohenems punktet österreichweit

Auf Einladung der TU Wien wurde anlässlich des Seminares "Betriebserfahrungen moderner Kläranlagen" das neue zweistufige Belebungsverfahren der ARA Hohenems vorgestellt.

Der Geschäftsführer der ARA Hohenems, Ing. Werner Schättle und DI Michael Gasser (Rudhardt + Gasser) präsentierten vor über 200 Teilnehmern das innovative Verfahren. Sie wurden dabei vom Obmann des Wasserverbandes Hohenems, Götzis, Koblach, Altach und Mäder, dem Altacher Bürgermeister Gottfried Brändle begleitet.

Neues Verfahren

Nach intensiven Studium wurde das in der TU Wien unter der Leitung von Univ.Prof. DI Dr. Matsché entwickelte Hybrid-Verfahren als zweistufiges Belebungsverfahren für Hohenems überarbeitet. Nach eingehendem Studium dieser Methode und etlichen Verbesserungen, die sich an der Praxis orientierten, setzt Ing. Schättle nun zur Klärung eine Hochlastbiologie ein, die lediglich eine andere Einteilung der bestehenden Anlage und eine neue Gliederung des Schlammkreislaufs erforderte. Die Investitionskosten von 5 Mio Euro, insbesondere in die Regeltechnik, liegen weit unter jenen Kosten, die ansonsten notwendige bauliche Veränderungen notwendig gemacht hätten.

Hohe Effizienz

Durch das neue Verfahren kann ein deutlich höheres Abwasser-Volumen verarbeitet werden, außerdem beträgt die Reinigungsleistung des biologischen Abbaus sensationelle 98 %. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Energieeffizienz der Anlage, bei der durch die Methangasgewinnung eine nahezu selbstversorgende Energierückführung stattfindet. Auch der Neubau eines Trübwasserbehälters in dem die stark stickstoffbelasteten Faulschlamm-Abwässer aus der Kammerfilterpresse vorgereinigt (80 % Stickstoffabbau) werden, amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.

Musteranlage

Die Abwasserreinigungsanlage Hohenems ist kurz vor der endgültigen Fertigstellung zum Vorzeigeprojekt geworden, zur Musteranlage, die wegweisend für den Ausbau und die Umrüstung anderer bestehender Anlagen dienen kann. Die Teilnehmer des Seminares waren erstaunt, sowohl über die Effizienz als auch über die extrem günstige Kostensituation. Die ARA Hohenems gilt somit österreichweit als ein Beispiel für gezielt eingesetztes Ingenieurwissen im Interesse der Umwelt sowie hohem Kostenbewusstsein. (Quelle: Pressestelle Stadt Hohenems)

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