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Anzeige gegen mutmaßlichen Erpresser war "einzige Chance"

Erstmals hat sich die Milliardärin und Quandt-Erbin Susanne Klatten in einer Zeitung zu ihrer Erpressungsaffäre geäußert. Die Anzeige gegen den mutmaßlichen Erpresser Helg Sgarbi sei "ein Moment der Klarheit" gewesen.

“Es war unsere einzige Chance”, sagte sie. “Anders geht das ewig weiter. Und das halten Sie nicht aus. Man muss sich wehren. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe.” Die Berichterstattung durch die Medien sei für sie nicht einfach gewesen, sagte die 46-Jährige. “Das geht mir sehr nah. Da wird man ein zweites Mal zum Opfer.”

Die BMW-Großaktionärin Klatten gilt mit einem geschätzten Vermögen von bis zu neun Milliarden Euro als reichste Frau Deutschlands. Die Unternehmerin kontrolliert auch den Chemiekonzern Altana. Klatten hatte sich mehrfach mit Sgarbi in Hotels getroffen. Er soll sie zunächst mit einer erfundenen Geschichte von einem Unfall, für den ihn die Mafia verantwortlich mache, zur Zahlung von sieben Millionen Euro bewegt haben. Später soll er mit der Veröffentlichung von intimen Bildern gedroht und einen zweistelligen Millionenbetrag verlangt haben.

Im Jänner zeigte Klatten den Mann an, kurz darauf wurde der 43- Jährige in Österreich festgenommen. Seit März sitzt er in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft. Noch in diesem Jahr soll Anklage gegen Sgarbi erhoben werden.

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