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Ansbacher Amokläufer hüllt sich in Schweigen

Bei der Suche nach den Motiven des Amokläufers von Ansbach bleibt die Kripo auch weiterhin auf das Computer-Tagebuch des Burschen angewiesen.
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Der bei der Tat verletzte 18-Jährige sei zwar inzwischen vernehmungsfähig, hülle sich aber in Schweigen. “Sein Anwalt hat uns mitgeteilt, dass sein Mandant vorläufig keine Aussage machen will”, berichtete der ermittelnde Staatsanwalt Jürgen Krach am Freitag in Ansbach.

Der Maturant war Mitte September mit Molotow-Cocktails, Messern und einem Beil bewaffnet in das Gymnasium gestürmt und hatte Brandsätze in zwei Klassenzimmer geworfen. Anschließend schlug er mit der Axt auf die fliehenden Schüler ein und verletzte dabei zwei 15 Jahre alte Mädchen schwer. Ein Lehrer und sieben weitere Schüler erlitten leichte Verletzungen. Polizisten stoppten den 18-Jährigen mit drei Schüssen.

In einem tagebuchähnlichen Schriftstück, das die Ermittler auf dem Laptop des 18-Jährigen gefunden hatten, nannte er Hass auf die Institution Schule und die Gesellschaft als Motiv für seinen Amoklauf. In den Aufzeichnungen ist auch von Furcht vor einer schweren Krankheit und der Sorge die Rede, er könnte bei der Matura durchfallen.

Die Ermittlungen sind nach Krachs Angaben inzwischen weit fortgeschritten. “Was uns im Moment noch fehlt, ist das psychiatrische Sachverständigen-Gutachten. Der Auftrag dafür ist inzwischen vergeben”, berichtete der Staatsanwalt. Die ersten Gespräche mit dem Amokläufer könnten daher schon in der nächsten Woche geführt werden. Ob der 18-Jährige zu einem Gespräch mit dem Gutachter bereit sei, müsse sich zeigen.

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