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„Anlagegeschäft ist der größte Hebel“

„Das sukzessive ,Divestment‘, der Abzug von Geldern aus CO2-intensiven Branchen, ist wichtig für Klimaschutz.“
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„Jeder von uns sollte ökologische Verantwortung übernehmen“, sagt Michel Haller.

Welche Maßnahmen setzt die Hypo Vorarlberg in Sachen Ressourcen-, Energie- und Agrarwende im Rahmen ihrer Möglichkeiten?

HALLER Als Gründungsmitglied beim „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ bekennen wir uns zu aktivem Umwelt- und Klimaschutz. So verpflichten wir uns im Rahmen des Bündnisses freiwillig zur Reduktion unseres CO2-Ausstoßes. Durch sparsameren Ressourcenverbrauch und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen reduzieren wir fortlaufend den Energieverbrauch und damit unseren CO2-Fußabdruck (Details im Nachhaltigkeitsbericht auf www.hypovbg.at). Zudem haben wir uns selbst eine jährliche Reduktion von 1 % des CO2-Ausstoßes gegenüber dem Vorjahr zum Ziel gesetzt. Den nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren wir durch den Ankauf von ausgewählten, internationalen Klimaschutz- Zertifikaten mit höchsten Standards. Die Auswahl der damit unterstützten globalen Projekte wie Aufforstung, Strom aus Biomasse oder Windenergie erfolgt durch namhafte Klimaschutzexperten. Seit 2016 sind wir nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 im gesamten Konzern klimaneutral. Zudem wurden 2017 auf den Dächern der Hypo Vorarlberg in Bregenz (Zentrale und Hypo Office Bregenz) sowie in Dornbirn (Hypo Office Dornbirn) Photovoltaikanlagen errichtet. Im Jahr 2018 konnten damit ca. 184.000 kWh an sauberem Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden. Dadurch leistet die Bank einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Konzern und unterstützt zudem das Land Vorarlberg auf dem Weg zur Energieautonomie. Ziel der Hypo Vorarlberg ist es auch, nachhaltige Anlage- und Investmentlösungen für verschiedene Kundengruppen auszubauen. Bei unseren Eigenemissionen auf Einzeltitelbasis verzichten wir u. a. Spekulationen oder Investitionen in Agrarrohstoffe. In unseren Vermögensverwaltungen und ausgewählten Fonds auf Einzeltitelebene (Aktien, Anleihen) sind beispielsweise Unternehmen im Bereich Gentechnik/GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) ausgenommen.

Was wird in Sachen Bewusstseinsbildung getan – für Mitarbeiter und Kunden –, um die globalen Systemfehler, besonders im Agrarbereich, aufzuzeigen und Lösungen anzubieten, die für ökologisch-soziale Wirtschaftsethik und eine enkeltaugliche Zukunft stehen?

HALLER Von unserem Nachhaltigkeitsteam werden laufend Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung umgesetzt, zudem werden im Rahmen eines internen Jahresschwerpunkts – 2019 unter dem Motto „plastikfrei leben“ – interne Filmvorführungen und Vorträge organisiert. Außerdem sind unsere Mitarbeiter angehalten, lange Dienstreisen (u.a. Schulungen) möglichst emissionsarm zu gestalten, z. B. durch Zugreisen oder verstärkt durch Videokonferenzen zu ersetzen. Neben den intern gesetzten Maßnahmen zur Energieeinsparung versucht die Hypo Vorarlberg auch im Finanzierungs- und Anlagegeschäft einen Beitrag zu leisten, da hier für eine Bank der mit Abstand größte Impact und Hebel liegt. Das sukzessive „Divestment“ – also der bewusste Abzug von Geldern – aus CO2-intensiven Branchen spielt dabei eine immer größere Rolle im internationalen Klimaschutz.

Warum ist es wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen und z. B. beim Klimabündnis, Klimaneutralitätsbündnis, VN-Klimaschutzpreis, VN-Tierschutzpreis usw. eigeninitiativ zu sein und mitzumachen?

 HALLER Ich bin überzeugt, dass jeder von uns ökologische Verantwortung übernehmen sollte – ob als Privatperson oder als Unternehmen. Wir warten nicht auf Lösungen aus der Politik, sondern gehen Herausforderungen aktiv an. Darum unterstützen wir auch seit Jahren den Klimaschutzpreis der Vorarlberger Nachrichten als Sponsor, denn hier werden innovative Projekte der Vorarlberger Bevölkerung zum Klimaschutz ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen ist vor allem die Vorbildwirkung, die durch kleine und große Maßnahmen in Sachen Klimaschutz gesetzt wird, wichtig.

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