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Anlage zur Uranumwandlung in Betrieb

Kurz vor der Ankunft von UNO-Inspektoren im Iran hat die Regierung in Teheran die Inbetriebnahme einer Anlage zur Umwandlung von Uranerz in Gas bekannt gegeben.

Die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), die am Samstag im Iran erwartet wurden, wollen beide Produktionsstätten besuchen, hieß es.

Ein Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation sagte am Samstag, das in der Fabrik in Isfahan erzeugte Gas sei für eine Atomanlage zur Urananreicherung in Natanz bestimmt. Um das in natürlichem Uran nur in sehr geringen Mengen vorkommende spaltbare Isotop Uran 235 zu gewinnen, verwendet man Zentrifugen. Dazu wird Uran mit Fluor chemisch zu einem Gas – in der Regel Uran-Hexafluorid – verbunden. Beim Zentrifugieren wird Uran 235 angereichert. Je nach Höhe des Anreicherungsgrades kann dieses Isotop zum Bau eines Atomreaktors oder für Atomwaffen verwendet werden.

Auf internationalen Druck hin hatte der Iran die Anreicherung von Uran im vergangenen Jahr vorübergehend ausgesetzt. Vor kurzem erklärte die Regierung allerdings, sie wolle ihr Nuklearprogramm nach Beilegung des Konflikts mit der IAEO wieder aufnehmen. Es sei ausschließlich für friedliche Zwecke bestimmt.

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