Anklage: Tierquälerei und Betrug mit Welpen

Die illegale Einfuhr von jungen Hunden – meist aus dem Osten Europas – ist ein großes Problem
Die illegale Einfuhr von jungen Hunden – meist aus dem Osten Europas – ist ein großes Problem ©Bilderbox
Feldkirch - Vertagter Prozess gegen Händler, der Welpen gequält und Käufer betrogen haben soll.
Illegaler Welpenhandel boomt

Mit dem Verkauf von rumänischen Hundewelpen im Unterland soll der Angeklagte im Vorjahr die Vergehen der Tierquälerei und des gewerbsmäßig schweren Betrugs mit einem Schaden von 5630 Euro begangen haben. Im Strafprozess am Landesgericht Feldkirch hat Richter Martin Mitteregger gestern noch kein Urteil gesprochen. Die Verhandlung wurde vertagt.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der 23-jährige Oberländer Hundewelpen gequält, weil die Tiere schon zirka fünf Wochen nach ihrer Geburt von den Müttern getrennt worden seien. Zudem hätten die Welpen nichts zu fressen und zu trinken bekommen. Mehrere Käufer seien betrogen worden, so der Strafantrag. Weil sie vom Angeklagten getäuscht worden seien. In Wahrheit seien die Hundewelpen weder geimpft noch entwurmt und auch mit keinem Chip versehen gewesen. Die jungen Hunde seien nicht aus Berlin eingeführt worden, sondern aus Rumänien. Sie seien nicht schon acht Wochen alt gewesen, sondern erst fünf. Des Weiteren seien die Welpen doch nicht reinrassig gewesen. Außerdem soll der Verkäufer den Käufern inhaltlich unrichtige rumänische Impfpässe übergeben haben.

Zwangsweise vorgeführt

Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Für die unrichtigen Angaben zu den Welpen sei nicht er verantwortlich zu machen, sondern seine Lieferanten aus Rumänien. So habe er die rumänischen Impfpässe von seinen Lieferanten übernommen. Die Käufer hätten die Welpen auch ohne Hundepass gekauft. Der mit einer Vorstrafe wegen Betrugs belastete Serbe ist gestern zur Gerichtsverhandlung nicht erschienen. Der Arbeitslose wurde von der Polizei zwangsweise vorgeführt und traf mit 45 Minuten Verspätung im Landesgericht ein.

Der den Angeklagten vorführende Polizist sagte, er werde den 23-Jährigen nach der Gerichtsverhandlung zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe für nicht bezahlte BH-Strafen von 8600 Euro in den Verwaltungsarrest nach Bludenz bringen.

(Quelle: NEUE/Seff Dünser)

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