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Anklage: Frau (20) wollte Mann kastrieren

20-Jährige attackierte Mann mit Messer.
20-Jährige attackierte Mann mit Messer. ©VOL.AT/Symbolbild
Feldkirch. Vertagter Prozess: Mit 2,8 Promille alkoholisierte 20-Jährige stach bei einem Trinkgelage in Bregenz auf einen 49-jährigen Bekannten ein.

Sie habe ihn mit dem Messer kastrieren, ihm den Penis abschneiden wollen. Das habe die Beschuldigte vor der Polizei selbst zu Protokoll gegeben, sagte Staatsanwalt Manfred Bolter in seinem Eröffnungsplädoyer. Bei ihrer polizeilichen Einvernahme habe sie ausgesagt, dreimal auf den 49-jährigen Bekannten eingestochen zu haben.

Der Bregenzer wurde dabei in einer Wohnung in Bregenz im rechten Oberschenkel schwer verletzt. Nach eigenen Angaben wurde das Opfer auch am Penis verletzt. Auf den Arbeitslosen eingestochen hat laut Anklage auch ein 19-jähriger Bekannter der 20-jährigen Bregenzerin.

Die Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch wurde am Freitag nach drei Stunden vertagt. Richterin Angelika Prechtl-Marte lässt ein psychiatrisches Gutachten zur Frage der Zurechnungsfähigkeit der Erstangeklagten und zu ihrem möglichen Tatmotiv einholen. Die im Kinderdorf aufgewachsene Arbeitslose war zum Tatzeitpunkt mit 2,8 Promille alkoholisiert. Die mit einer Vorstrafe belastete Angeklagte sage, sie habe bis vor drei Jahren psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen.

Schläge und Messerstiche

Die 20-Jährige behauptete am Freitag, der 49-Jährige habe sie zu Unrecht als Prostituierte bezeichnet und auch ihre Tochter beleidigt. Deshalb sei es zu den drei angeklagten Vorfällen von Körperverletzung gekommen. Mit Schlägen hat sie den Bekannten in Bregenz im Vorjahr zuerst am 7. September und dann am 16. September verletzt. Zu den Messerstichen kam es dann heuer am 8. Jänner bei einem Trinkgelage in einer Wohnung eines 71-Jährigen.

Für die Beleidigungen vom September habe man ihm eine Abreibung verpassen wollen, sagte der mitangeklagte Kinderdorf-Bekannte der 20-Jährigen. Dafür habe seine Bekannte dem 49-Jährigen Oralsex angeboten. Als der Mann dann seine Hosen heruntergelassen habe, hätten sich die Messerstiche ereignet. Weil er bei der Messerattacke tatenlos zugesehen haben soll, ist ein arbeitsloser 46-Jähriger angeklagt.

Wegen Körperverletzung zu den September-Vorfällen angeklagt ist auch der 18-jährige Freund der Hauptangeklagten. Ihr wird absichtliche schwere Körperverletzung, Körperverletzung in zwei Fällen und eine schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Die 20-Jährige soll am 15. Dezember 2013 in einem Lokal in Feldkirch einer 51-jährigen Kellnerin mit einem heftigen Faustschlag einen verschobenen Nasenbeinbruch zugefügt haben.

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