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Angriff auf israelischen Grenzposten

Militante Palästinenser sind am Sonntag vom Gaza-Streifen aus auf israelisches Gebiet vorgedrungen und haben dort einen Grenzposten angegriffen.

Bei dem Gefecht wurden nach Angaben von beiden Seiten zwei Israelis und drei Palästinenser getötet. Mindestens fünf israelische Soldaten wurden verwundet. Die radikalen palästinensischen „Volkswiderstandskomitees“ bekannten sich zu dem Angriff. Dabei habe es sich um eine Vergeltung für den Tod ihres Anführers Jamal Abu Samhadana gehandelt, der zu Beginn des Monats bei einem israelischen Angriff getötet wurde.

Die „Volkswiderstandskomitees“ erklärten, die Leiche eines getöteten Israelis sei entführt worden. Die israelischen Streitkräfte äußerten sich dazu zunächst nicht. Israelische Truppen waren am Samstag, zwei Tage nach dem Treffen des israelischen Regierungschefs Ehud Olmert mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Jordanien, in den Gaza-Streifen vorgestoßen und hatten zwei Hamas-Mitglieder festgenommen. Der Vorstoß solle zeigen, dass Israel jedes Hamas-Mitglied an jedem Ort fassen könne, erklärte das Militär. Es war der zweite Einmarsch von Bodentruppen seit dem Abzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen im September vergangenen Jahres.

In Erwartung einer israelischen Offensive hatte Abbas die militanten Gruppen zur Einhaltung einer Waffenruhe aufgerufen. Israelische Medien hatten in den vergangenen Tagen gemeldet, die Armee bereite eine Offensive im nördlichen Gaza-Streifen vor, um den ständigen Raketenbeschuss südisraelischer Ortschaften durch Extremisten zu stoppen. Das israelische Militär hatte jüngst bei Luftangriffen 15 Zivilisten im Gaza-Streifen getötet.

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