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Angeschossener Polizist kurz aus Tiefschlaf erwacht: Keine Lähmung

Jener Wiener Polizist, der am 12. Jänner bei einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden war, ist am Mittwoch aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt worden. Eine Querschnittlähmung konnte vorerst ausgeschlossen werden - der Mann wurde allerdings wieder sediert, erklärte der ärztliche Direktor des Wiener Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses, Harald Hertz, auf APA-Anfrage.
Bilder vom Tattag
Vorbericht: Angeschossener Wiener Polizist wird aus künstlichem Tiefschlaf geholt

Der mutmaßliche gesuchte Täter, ein Serbe, heißt hingegen mit richtigem Nachnamen Jankovic statt Vasic, bestätigte Polizeisprecher Mario Hejl Medienberichte der Tageszeitungen “Kurier” und “Kronen Zeitung”.

Kurz erwachte der 27-jährige Beamte im Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in den Morgenstunden aus dem Tiefschlaf: “Wir hatten ihn ziemlich wach. Er hat die Beine und alles bewegen können. Das heißt, dass er keine Querschnittlähmung hat”, sagte der Primarius. Weil allerdings die Lunge des Mannes noch nicht richtig arbeitet, wurde der Polizist wieder in den vorherigen Zustand versetzt. Erst am Wochenende soll er laut Hertz erneut geweckt werden.

Zum gesuchten 33-jährigen Serben, der den Beamten angeschossen haben soll, gibt es hingegen noch keine konkrete Spur. Wie nun bekanntwurde, soll sich der Verdächtige unter falschem Namen in Österreich aufgehalten haben: Mihailo Vasic heißt mit richtigem Nachnamen Jankovic, bestätigte Polizeisprecher Hejl entsprechende Medienberichte.

Den Namen Vasic soll der 33-Jährige nach einer Scheinehe mit einer Österreicherin teilweise beibehalten haben: “Geboren ist er als Jankovic”, so Hejl. Laut “Kurier” sollen der Exekutive die beiden Großfamilien Vasic und Jankovic “gut bekannt” sein und die Angehörigen des Roma-Clans unter polizeilicher Beobachtung stehen.

Die Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde mittlerweile auf 20.000 Euro erhöht. Die FPÖ habe weitere 10.000 Euro zur Verfügung gestellt, hieß es seitens der Wiener Polizei. “Wir begrüßen jede Maßnahme, die zur Ergreifung des Täters führt”, sagte Hejl. Aktuell versuche man, auch im Heimatland des Täters die Fahndung zu intensivieren.

Nach wie vor nicht befragt werden konnte die Zulassungsbesitzerin jenes silberfarbigen 5er BMW, mit dem der Serbe in die Polizeikontrolle geraten war, ehe er auf der Flucht vor den Beamten das Feuer eröffnet hatte. Die Frau halte sich nicht in Österreich auf, hieß es seitens der Exekutive. Der Wagen sei zwar auf sie angemeldet gewesen, Jankovic soll es aber regelmäßig gefahren sein.

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