Andreas Bösl: Experte am Institut für Pathologie LKH Feldkirch

Andreas Bösl am LKH Feldkirch.
Andreas Bösl am LKH Feldkirch. ©LKH Feldkirch
Das Institut für Pathologie am LKH Feldkirch ist um einen Experten reicher: Der ausgebildete biomedizinische Analytiker, Andreas Bösl, hat soeben sein Masterstudium an der Fachhochschule Joanneum in Graz mit Auszeichnung absolviert.

 

Seine Masterarbeit „Genexpressionsanalysen bei Brustkrebs“ erhält die Zusage des Mag. Bauer-Liebmann Förderstipendiums der Österreichischen Krebshilfe. Prim. Univ. Prof. Felix Offner zeigt sich stolz über die zusätzliche Kompetenz in seinem Team.

Seit nunmehr sieben Jahren ist Andreas Bösl am Institut für Pathologie im LKH Feldkirch tätig und deckt mit seiner profunden Fachkenntnis, sowie der jahrelangen Erfahrung ein breites Spektrum an molekularbiologischen und histologischen Methoden ab. Spezialisiert hat sich Andreas Bösl auf die Diagnostik von Tumorerkrankungen auf molekularer Ebene, worin er sich nun in seiner Abschlussarbeit „Genexpressionsanalysen bei Brustkrebs“ zum Master einmal mehr vertiefte.

Genexpressionsanalyse bietet große Vorteile für die Brustkrebspatientin  

Die Aktivität verschiedener, menschlicher Gene (Genexpression) und deren Bewertung im klinischen Kontext sollen zukünftig eine Einteilung der Brustkrebspatientinnen in eine Hochrisiko- und Niedrigrisikogruppe ermöglichen, um eine bestmögliche, individualisierte Therapie bereitstellen zu können. Für Patientinnen der Niedrigrisikogruppe könnte dies bedeuten, dass unter Umständen auf eine unnötige und belastende Chemotherapie verzichtet werden kann. Die Verlässlichkeit dieser Genexpressionsanalysen wird aktuell in verschiedenen klinischen Studien geprüft, deren erste Ergebnisse im Jahre 2015 erwartet werden. Durch die erworbene Expertise im Rahmen der Masterarbeit wäre es möglich, diese Analyse auch am Institut für Pathologie Feldkirch durchzuführen und die hervorragende Arbeit des interdisziplinären Vorarlberger Brustzentrums unter der Leitung von OA Univ.Doz. Dr. Anton Haid optimal zu ergänzen.

Auf Augenhöhe mit dem rasanten Fortschritt

„In diesem Berufsfeld ist es Voraussetzung sich permanent fortzubilden, um stets auf Augenhöhe mit dem Fortschritt sein zu können“, beschreibt Bösl die Anforderungen des beruflichen Alltags. Der junge Forscher legt großen Wert darauf, dass die verwendeten Methoden und Technologien den neuesten wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen. „Es ist ein Gewinn einen ambitionierten

Forscher wie Andreas Bösl im Team zu haben“, bekräftigt Prim. Offner. Immerhin müssen im Institut diagnostische Leistungen für 95.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger pro Jahr erbracht werden.

 

Biomedizinischer Analytiker mit Leib und Seele

Seit jeher galt Andreas Bösls Interesse der Erkennung von Erkrankungen, sowie deren Prävention. Von Beginn an war ihm kein Weg zu steinig, um seinen Wissenshorizont zu erweitern. Nach der Ausbildung war er in der molekularen Diagnostik und der Forschungsgruppe der Molekularen Onkologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen tätig. Im Rahmen einer berufsbegleitenden Fachausbildung zum Fachassistenten für Molekulare Biologie & Diagnostik und Histologie wurde der Grundstein für die weitere Spezialisierung gelegt. Zuletzt war er beruflich wie privat sehr gefordert: als Vater von Drillingen erforderte das Masterstudium eine ordentliche Portion an Konsequenz, Ausdauer und Ehrgeiz. Mit diesem Abschluss fügt sich das nächste Puzzleteil zum molekularbiologischen Experten. „Mit dem Studium ist eine interessante, aber auch anstrengende Zeit vorübergegangen“, betont Andreas Bösl sichtlich erleichtert. Ohne das Zusammenspiel von Familie und Kollegen, die seine Abwesenheit während des Studiums kompensieren mussten,  wäre es niemals möglich gewesen, einen derartigen Erfolg zu verzeichnen. „Es war eine Zeit, in der es viel Verständnis und Unterstützung bedurfte“, so spricht Bösl Dankesworte in Richtung Familie und seines hilfsbereiten, engagierten Teams, sowie Prim. Univ. Prof. Dr. Felix Offner, Leiter des Instituts für Pathologie am LKH Feldkirch.

Kurzer Lebenslauf von Andreas Bösl, MSc

  • verheiratet, 3 Kinder
  • 09/1998 – 05/2001 Ausbildung zum Biomedizinischen Analytiker an der Naturwissenschaftlich-technischen Akademie, Isny
  • 07/2001 – 12/2006 Stipendiat der Begabtenförderung berufliche Bildung
  • 08/2011- heute Stipendiat „Young Professionals“ (Firma Roche)
  • 09/2012 – 09/2014 Postgradueller Masterlehrgang der Angewandten Bioanalytik (Applied Life Science) an der FH Joanneum in Graz (Master of Science in Analytical Science; MSc)

Masterthesis: „Retrospektive Analyse Hormonrezeptor-positiver, Her2-neu negativer invasiver Mammakarzinome mittels EndoPredict®“

 

Quelle: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.

 

 

 

Bilduntertitel

 

Bild 1, Geräteroboter: die Erbsubstanz der Viren, Bakterien oder des Menschen, die wichtige Detailinformation für die folgende Therapie des Patienten liefern kann, wird aus den Zellen extrahiert.

 

Bild 2 und 3, Probenvorbereitung: Andreas Bösl bereitet die Untersuchungsprobe für die folgenden Analysen vor, um zusätzliche diagnostisch wertvolle Informationen für die behandelnden Ärzte zu erhalten.

 

Bildrechte: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H., selbstverständlich zur honorarfreien Verwendung

 

 

Kontakt:

Mag. Andrea Marosi – Kuster

Pressereferentin

Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.

Tel.: 05522 / 303 – 5015

andrea.marosi-kuster@khbg.at

www.khbg.at

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