Amtsverzicht keine Überlegung für Hoeneß

Präsident genießt volle Unterstützung
Präsident genießt volle Unterstützung
Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern am Mittwoch wird ein großer Zuspruch für Uli Hoeneß erwartet. Der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende denkt in der Steueraffäre nicht darüber nach, Ämter niederzulegen. Rückendeckung gibt es vom Club, von außen Kritik an den Sponsoren.


Hoeneß hat auch nach der Zulassung der gegen ihn erhobenen Anklage wegen Steuerhinterziehung nicht überlegt, seine Ämter bei Bayern München niederzulegen. “Warum sollte ich? Es gab überhaupt nie einen Grund, denn ich habe die volle Unterstützung der Fans, der Mitglieder, des Aufsichtsrats und des Verwaltungsbeirats”, sagte der Präsident und Aufsichtsratschef dem ZDF.

Dagegen gibt es kritische Worte an Partner des FC Bayern. Im Fall Hoeneß werde von Anteilseignern und Sponsoren des Clubs offenkundig mit “zweierlei Maß gemessen”, sagte Daniel Bauer, Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), dem “Tagesspiegel am Sonntag”. “Gäbe es ein ähnliches Vergehen bei einer Audi-Tochter oder einer Adidas-Beteiligung wären die Beschuldigten ihren Job sofort los.” Als Bayern-Aktionäre seien die Unternehmen nachsichtiger. Der Imageschaden sei groß, sagte Bauer.

Vor Gericht muss sich Hoeneß im nächsten Jahr verteidigen. Er soll ab 10. März auf der Anklagebank Platz nehmen. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine angesetzt, zudem ist die Vernehmung von vier Zeugen geplant.

In der vergangenen Woche war Hoeneß von seinem Aufsichtsratsposten bei einer Allianz-Tochter zurückgetreten. Ein Sprecher des Unternehmens führte dabei eine “persönliche Entscheidung” des Bayern-Präsidenten an.

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