AMS erwartet überdurchschnittliche Arbeitslosenzunahme

Schwarzach - Das Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) geht davon aus, dass Vorarlberg überdurchschnittlich stark von den ungünstigen internationalen Entwicklungen betroffen sein wird. Interview mit AMS-Geschäftsführer Anton Strini

AMS-Geschäftsführer Anton Strini rechnet für 2009 mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit in Höhe von 14 Prozent bzw. 1.200 Personen. “Im Jahresdurchschnitt 2009 erwarten wir in Vorarlberg rund 9.600 Arbeitslose”, erklärte Strini am Donnerstag bei der Arbeitsprogramm-Pressekonferenz des AMS.

Als Gründe für die stärkere Betroffenheit Vorarlbergs nannte Strini noch leicht zunehmende Schulabgängerzahlen, einen im Bundesländervergleich höheren Produktionsanteil sowie die überdurchschnittlich starke Exportbindung an Deutschland. Bei einer bundesweit gleichmäßigen Zunahme der Arbeitslosigkeit käme Vorarlberg mit zusätzlichen 970 bis 1.160 Arbeitslosen davon.

Der Fokus des AMS richte sich 2009 in erster Linie auf Berufseinsteiger unter 25 Jahren sowie auf arbeitslose Frauen über 45 und Männer über 50 Jahren, erläuterte Strini. Besonderes Augenmerk lege man weiters auf Langzeitbeschäftigungslose, die Gefahr laufen, auf Dauer vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt zu sein, sowie auf Wiedereinsteigerinnen und Geringqualifizierte. “Wer jetzt bereits Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche hat, wird sich 2009 noch schwerer tun”, stellte Strini fest.

Laut Plan werden im heurigen Jahr in Vorarlberg rund 14.500 Personen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einbezogen werden, davon etwa 7.000 in Qualifizierungsmaßnahmen. Insgesamt sind bei einem Budget von rund 32,5 Mio. Euro (plus 10,6 Prozent gegenüber 2008) 122 Projekte vorgesehen. Davon entfallen 13 Mio. Euro auf Qualifizierungsmaßnahmen und 16,3 Mio. Euro auf Beschäftigungsmaßnahmen.

VOL Live: Interview mit AMS Geschäftsführer Anton Strini

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