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Amor unter die Arme greifen

Drei Kandidaten slammten um die Gunst von Veronica.
Drei Kandidaten slammten um die Gunst von Veronica. ©Emir T. Uysal
Bühne frei für den ersten poetischen „Herzblatt-Slam“.
Herzschmatz im Conrad Sohm (2018)


DORNBIRN
„Wer ist alles auf Tinder?“, will Veranstalter Lukas Wagner beim ersten Herzschmatz-Slam vom Publikum im Conrad Sohm wissen. Die Menge hielt sich bedeckt. „Na, das habe ich mir gleich gedacht …“ scherzt er weiter. Die Gäste, die noch nie auf einem Poetry Slam gewesen sind, warnte Wagner vor: „Bitte nehmt das heute nicht als Maßstab für weitere Veranstaltungen.“ Denn dieses Format war völlig neu, frisch und an Singles gerichtet. „Heute dreht sich alles um die ‚Wall of Love‘, Poesie und Endorphine.“ Die Erwartungshaltung war entsprechend hoch … und wurde übertroffen – soviel sei verraten. „Ich war nervöser als die Kandidaten“, gestand der Moderator.

Veronicas Herz erobern

Zu Beginn wurde Veronica Wohlwend vorgestellt. Die Liechtensteiner Single-Frau studiert an der FH Vorarlberg und sucht nun jemanden, der ihr Herz erobert. Und die potenziellen „Eroberer“ kamen von weit her: Die drei Männer, Markus Riks, Maurice Massari und Flo Neumaier – allesamt aus Deutschland – hatten ihren Text für die noch unbekannte Schönheit vorbereitet.

Romantisch startete Riks. Er philosophierte über die Nachteile des Single-Daseins, über das ungewollte Dickwerken, Peinlichkeiten bei Dates und dem Wunsch mit seiner Angebeteten mit dem Flixbus nach Paris zu reisen. „Oder zumindest nach Dornbirn …“

Wer bereits einen Auftritt von Massari erlebte, weiß derbere Texte zu erwarten. So brachte er das gesamte Publikum zum Lachen mit seinen vulgären Anspielungen über sein bestes Stück und die Vorliebe für Oralverkehr bei Frauen. „Man hat mich schon gefragt, ob ich Schreiner bin – wegen meiner riesigen Latte.“

Als drittes machte „Moderamor“ Lukas Wagner für Neumaier Platz auf der Bühne. Er erzählte vom Online-Dating und einem Treffen, dass vor dem ersten Kuss eine blutrünstige, mörderische Wendung machte.

Veronica durfte zwischen den Auftritten der Künstler noch persönliche Fragen über ihre No-Goes, Alkoholkonsum und peinliche Grenzen stellen. „Mich zu verstören braucht es einiges, deshalb entscheide ich mich für Kandidat drei: Flo.“

Buhlen um Mathias‘ Gunst

Nächstes „Objekt der Begierde“ war Single-Mann Mathias Blekac. Die Damen, die um seine Gunst buhlten, waren Doro Röder, Yasmin Köseli und Julia Szymik.

Tiefgründig, „hashtagunabhängig“ und als Träumerin beschreibt sich die Nürnbergerin Röder. „Ich bin kein rauschblond-goldener Engel, der Modelmaße erreicht. Generell ist Sport für mich eher der flüchtige Bekannte, den man ab und zu Mal sieht…“

Bei Szymik wird Emanzipation großgeschrieben. Sie vermittelte in ihrem Text ein starkes Frauenbild, das an der TV-Serie „Mad-Men“ angelehnt und ihrem Beziehungskonzept widerspiegelt.

Singend ging es in die letzte Runde mit Kandidatin drei: Köseli.

„Jetzt lieber Mathias musst du dich entscheiden“, fährt Wagner fort. „Wer ist dein Herzschmatz“? Mit George Michaels Song „Whisper“ wurde der Vorhang bei Seite geschoben und das Herzblatt Mathias und Doro stand sich gegenüber. „Das bedeutet nun Liebe auf ewige Zeiten – vertraglich gebunden um 16,99 im Monat“, scherzt Lukas Wagner weiter.

“Herzschmatz führte zu purer Dankbarkeit und die Reaktionen überzeugten mich davon, dass wir weiterhin auf dem richtigen Weg sind Sprachkunst auf eine unterhaltsame Art und Weise spürbar zu machen. Nach dem Gespräch mit dem Conrad Sohm steht zumindest eines fest: Wir freuen uns auf Herzschmatz im neuen Jahr!”

ETU

 

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