Ambulantes Betreuungsmodell

Das Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) und die Vorarlberger Landesregierung haben ein ambulantes Betreuungsmodell namens "Betreuungshilfe" ins Leben gerufen. O-Ton

Das AMS lässt derzeit elf arbeitslose Frauen zu Betreuungshelferinnen ausbilden, die anschließend als Fixangestellte Pflegende Angehörige entlasten sollen. Land und AMS versprechen sich sowohl positive Effekte für Pflegende als auch für den Arbeitsmarkt, informierten am Mittwoch Landesrätin Greti Schmid (V) und AMS-Geschäftsführer Anton Strini.

Die Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren absolvieren seit Monatsbeginn eine 15 Wochen dauernde Ausbildung (400 Stunden) zur Betreuungshelferin. Nach Abschluss der Ausbildung werden die Frauen in einem Beschäftigungsausmaß zwischen 50 und 100 Prozent von der sozialen Organisation „aqua mühle“ in Frastanz (Bezirk Feldkirch) angestellt. Ihre Arbeitseinsätze – ab Mitte Oktober zwischen drei und acht Stunden täglich – werden vom Mobilen Hilfsdienst Feldkirch geleitet und koordiniert.

Die Ausbildungskosten der Betreuungshelferinnen trägt das AMS, der Lohn wird je zu einem Drittel von AMS und Land sowie aus den Erlösen der Dienstleistungen der Frauen finanziert. Für die Inanspruchnahme der Betreuungshelferinnen sind von den Pflegenden Angehörigen an Wochentagen zwischen 33 (drei Stunden) und 79 Euro (acht Stunden) zu bezahlen, an Sonn- und Feiertagen zwischen 45 und 108 Euro.

Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und auf den Bezirk Feldkirch beschränkt. „Danach wird es – wenn es die erhofften positiven Effekte für Pflegende und Arbeitsmarkt erzielt – den Erfahrungen entsprechend adaptiert und ausgeweitet“, sagte Schmid. Strini zeigte sich überzeugt, dass sich die Investitionen des AMS in das Projekt rechnen werden. „Mittelfristig werden jedoch andere Finanzierungsformen erforderlich sein“, so der AMS-Chef. Die Zahl der vorarlbergweit an diesem Projekt interessierten Frauen schätzte Strini auf 150.

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