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Am gleichen Strang zum selben Ziel

Beim Gruppengespräch kann für den Betroffenen der beste therapeutische Weg entwickelt werden.
Beim Gruppengespräch kann für den Betroffenen der beste therapeutische Weg entwickelt werden. ©Gerty Lang
pro mente

Vereine im Fokus: pro mente – psychosoziale Gesundheit

 

 

„pro mente“ kümmert sich um Jugendliche mit speziellem Förderbedarf.

Dornbirn.  Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihres Verhaltens, ihrer seelischen Befindlichkeit oder aufgrund von Entwicklungsverzögerungen Hilfe brauchen, nimmt zu. Das machen Studien deutlich. Fast jeder vierte Jugendliche leidet bis zum Erwachsenwerden unter Verhaltensauffälligkeiten, zwischen fünf und acht Prozent von ihnen brauchen eine Behandlung. „Ohne fachliche Unterstützung sind sie in der Regel oft dauerhaft benachteiligt, wenn es darum geht, Entwicklungsaufgaben zu meistern“, weiß  Dr. Wolfram Metzger,  Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus seiner Erfahrung.

Gesundheit und Integration

Das Wiederherstellen der seelischen Gesundheit und die Fähigkeit, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, sind oberstes Ziel. Die pro mente Vorarlberg betreute in der Beratungsstelle Jugend Unterland im letzten Jahr rund 450 Jugendliche. Die Therapie gründet auf einem ganzheitlichen Menschenbild, das die betroffenen Jugendlichen in ihrer Lebenswelt sieht und auf die Stärkung der Ressourcen und Fähigkeiten abzielt. „Medizinische, psychotherapeutische, kreative und  erlebniszentrierte Ansätze werden individuell abgestimmt und durch begleitete Gruppenerfahrung ergänzt“, erklärt Metzger. Durch die Vernetzung mit anderen psychosozialen Einrichtungen, die Einbeziehung der Eltern und Erzieher kann für den Betroffenen der beste therapeutische Weg entwickelt werden.

Umfassende Angebote

Das Angebot der ambulanten Beratungsstelle wird ergänzt durch die Projekte JuMeGa® und Ju-on-Job. Das Projekt JuMeGa® bietet Jugendlichen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung nicht (mehr) zu Hause wohnen können, die Möglichkeit der Vermittlung in eine Gastfamilie. Das Leben in einer Gastfamilie soll den Jugendlichen ermöglichen, einen geregelten Alltag in einer Familie zu leben, Fuß zu fassen, sich (neu) zu orientieren und sich in Richtung Selbständigkeit zu entwickeln.

Ju-on-Job bietet psychisch belasteten oder beeinträchtigten Jugendlichen, die noch keiner geregelten Erwerbstätigkeit oder Ausbildung nachgehen, eine berufsorientierte Werktherapie. In Ju-on-Job werden die persönlichen Handlungskompetenzen der Jugendlichen gefördert. Es erfolgt ein Training für die Anforderungen in der Arbeitswelt sowie Zielfindung  und  Motivationsarbeit im Hinblick auf längerfristige berufliche Perspektiven.

Multiprofessionelles Team

Das Team der Beratungsstelle besteht aus zwei Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie, drei klin. PsychologInnen/PsychotherapeutInnen, einer Pädagogin, einer SozialarbeiterIn, einer Kreativtherapeutin sowie einem psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpfleger. Im Projekt JuMeGa® sind zwei Pädagoginnen beschäftigt, die Jugendlichen im Projekt Ju-on-Job werden von drei WerktherapeutInnen betreut.

 

Information:

pro mente Vorarlberg, Beratungsstelle Jugend

Dr.-Waibel-Straße 3 | 6850 Dornbirn

T 05572/21274-0

Jugend.unterland@promente-v.at

www.promente-v.at/jugend

 

 

Wann braucht es die Jugendpsychiatrie?

•          Wenn Jugendliche aufgrund von psychischen Beeinträchtigungen mit sich selber oder anderen nicht mehr zurechtkommen.

•          Wenn sie sich selbst oder andere gefährden

•          Wenn sie in ihrer Stimmungslage und in ihren Gefühlen über längere Zeit beeinträchtigt sind (z. B: aggressiv, verzweifelt, angespannt, unruhig, sich einigeln und zurückziehen, Freundschaften abbrechen, morgens nicht mehr aufstehen . . . )

•          Wenn sie dauerhaft starke körperliche Symptome zeigen (z. B. Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Herzschmerzen . . .)

 

 

Was bedeutet für Sie „pro mente“

 

Werner Stückler, Werktherapeut

Mir ist wichtig, dass Jugendliche eine Lebensstruktur erhalten. Das geschieht bei uns in der Werktherapie. Wir gehen auf Baustellen, fertigen Möbel, führen Renovierungsarbeiten durch. Es handelt sich dabei um kein Arbeitsprojekt sondern alles geschieht auf freiwilliger Basis.

 

Manuela Steger, Gesundheitspädagogin

Ich arbeite seit sechs Jahren in der Jugendambulanz und betreue Jugendliche im Alter von 14 – 18 Jahren. Viele sind vorbelastet durch Depression, Angst- und Anpassungsstörungen. Mit Gruppenangeboten und Elternarbeit möchten die wir die Verbindung zu den Bezugspersonen wieder herstellen.

 

Alexandra Wölbitsch, Sozialpädagogin

Ich bin für „JuMeGa“ zuständig, versuche, jungen Menschen mit psychischen Problemen in Gastfamilien unterzubringen, die in WGs oder im Elternhaus überfordert sind. So sollen sie wieder Boden unter den Füßen und eine Heimat bekommen, um so den Heilungsprozess zu unterstützen.

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