Alternativenergie durch "Sonnenschein-Aktien" fördern

Alternativen zum Atomstrom auszubauen ist heute dringender denn je
Alternativen zum Atomstrom auszubauen ist heute dringender denn je

Bregenz. Die Atomkatastrophe in Japan hat Konsequenzen – auch für uns. Weitermachen wie bisher wäre fahrlässig, darüber besteht Einigkeit. Doch was tun? Wir müssen auf Energiesparen, Ökostrom und erneuerbare Energien setzen. Bregenz kann wertvolle Beiträge leisten.

Die weltweite Atomindustrie ist am Ende. Bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl von 25 Jahren hat die Atomlobby gesagt, es handle sich um einen Schrottreaktor einer absteigenden Diktatur. Doch diesmal sind bis zu sechs Atomkraftwerke in einer industriell fortgeschrittenen Demokratie unbeherrschbar geworden. Japan ist näher, als wir meinen: Zwentendorf ist baugleich mit Fukushima 1.

Der älteste noch im Betrieb befindliche Druckwasserreaktor der Welt steht unweit von Bregenz, in Beznau im Kanton Aargau, 112 km Luftlinie bis zur Vorarlberger Grenze. Er muss dringend abgeschaltet werden. Es müssen rasch weitere Konsequenzen gezogen werden, bevor die Verharmlosung und das Vergessen wieder überhand nehmen, wie nach Tschernobyl. Die weitere Verwendung von Atomstrom ist ethisch nicht mehr vertretbar – auch wenn die Illwerke in ihrem Strommix keinen Atomstrom ausweisen, sondern das mit dem Hinweis auf Zertifikatsankäufe verschleiern.
Es gibt Alternativen: Ökostrom ist am Markt. Es gibt mehrere Ökostromlieferanten, auch VKW bietet Ökostrom an. Jeder kann ohne großen Aufwand umsteigen. Die Stadt Bregenz bezieht seit Jänner 2010 zu 100% Ökostrom aus Vorarlberger Kleinkraftwerken und finanziert damit eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bauhofs mit.
Ebenso wichtig wie der Umstieg auf Ökostrom ist die Senkung des Stromverbrauchs. Das ist durch sinnvollen Einsatz effizienter Geräte, anders ausgedrückt: durch den Verzicht auf Verschwendung, ohne großen Komfortverlust möglich. Die Stadt saniert ihre Gebäude, das Land unterstützt die energetische Sanierung mit erheblichen Mitteln. In den kommenden zehn Jahren soll der Stromverbrauch in Vorarlberg um 20% gesenkt werden. Das geht, wenn wir alle unseren Beitrag leisten.

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