Alternative Nobelpreisträger zum vierten Mal in Bregenz

Swami Agnivesh
Swami Agnivesh

Bregenz. Die Projekte der Hoffnung 2009 widmen sich dem Thema „Was heißt Wachstum? Ökologisch-wirtschaftlich-spirituell

Zum vierten Mal kommen TrägerInnen des Alternativen Nobelpreises (RLA) im Rahmen der Projekte der Hoffnung, die sich heuer mit der Frage „Was heißt Wachstum?“ auseinandersetzen, nach Bregenz. Hermann Scheer, Experte für erneuerbare Energie, Swami Agnivesh, Sozial- und Friedensaktivist sowie Robin Cornelius, nachhaltig tätiger Unternehmer aus der Schweiz sind die diesjährigen Referenten. Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

Die dreitägige Veranstaltung beginnt mit der offiziellen Begrüßung der Preisträger durch Bgmst. Markus Linhart in der Buchhandlung Brunner. Die anschließende Lesung möchte den Raum öffnen für eine erste inhaltliche Annäherung an das Thema. Die Diskussionsveranstaltung am zweiten Tag im ORF Landesstudio führt bereits in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Energie – jenem Bereich, der wesentlich das wirtschaftliche Wachstum bestimmt. Die abschließende Tagung im Siechenhaus stellt Projekte vor, die andere Antworten auf die derzeit anstehenden wirtschaftlichen, ökologischen und spirituellen Fragen geben, als die, die aus dem derzeit richtungsweisenden System resultieren. Antworten, die geprägt sind von einem ökologisch- kooperativen Weltbild, das davon ausgeht, dass wir alle verbunden sind mit dem Netz des Lebens und dass jede/r mit verantwortlich ist, wie sich unsere Welt in den nächsten Jahren entwickelt. Die eingeladenen Preisträger stellen ihre Arbeit vor, mögliche Lösungsansätze und gelingende Initiativen. „Eine Begegnung mit Menschen wie ihnen kann auch uns neue Räume eröffnen für Visionen, Entscheidungskriterien und Schritte des Wandels“, so die Veranstalter der Projekte der Hoffnung.

Informationen auf einen Blick:

Veranstalter: Marielle Manahl in Zusammenarbeit mit Christian Hörl

Anmeldung und Infos unter www.projekte-der-hoffnung.at oder telefonisch, Sonja Gnaiger Anmeldungssekretariat, 0043-663-31 11 245.

Termine:

Alle Veranstaltungen sind öffentlich und erfordern zum Teil eine Anmeldung.

19. November, 20 Uhr ct: Eröffnung und Lesung mit Ariel Lang, Buchhandlung Brunner, Bregenz (mit Anmeldung)

20. November, 20 Uhr: Podiumsdiskussion im ORF Landesstudio „Unsere Energiezukunft“ u.a. mit Hermann Scheer, Diskussionsleitung: Manfred Welte (Kulturabteilungsleiter ORF-Vorarlberg)

21. November 9 bis 16 Uhr: Tagung im Siechenhaus in Bregenz (mit Anmeldung)

Filme: Todas und Birdwatchers in Filmkooperation Bregenz im Metrokino. Termine: entnehmen sie bitte der Homepage oder dem aktuellen Kinoprogramm in den Medien.

Schulprojekt: Die eingeladenen Preisträger besuchen vier Schulen (BG Bregenz Blumenstraße, Gymnasium Mehrerau, BORG Egg, BG Schoren). In einer persönlichen Begegnung stellen die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Eine weitere Veranstaltung an der Jugendliche aus 7 Schulen teilnehmen, findet in der Firma Omicron statt.

Eingeladene Preisträger:

Hermann Scheer (D) „Die Sonne muss in den Dienst der Menschheit gestellt werden und Naturgesetze müssen den Vorrang haben vor den Gesetzen der Marktwirtschaft . . .“ Das sagte Hermann Scheer in seiner Rede 1999, als er den Alternativen Nobelpreis erhielt „für seine unermüdliche Arbeit zu weltweiten Förderung der Sonnenenergienutzung“. Das Time Magazin schrieb über ihn: „Im letzten Jahrzehnt hat dieser ernsthafte Ökonom, mehr als jeder andere einzelne Politiker, die europäische Energielandschaft verändert.“ Seit 1980 ist Scheer Mitglied des deutschen Bundestages. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a. Karl Böer Solar Energy Medal of Merit 2009 www.hermannscheer.de

Swami Agnivesh (IN) wurde gemeinsam mit Ashgar Ali Engineer 2004 mit dem Preis ausgezeichnet. Weltweit bekannt wurde er durch seine Aktivitäten gegen Zwangsarbeit. 1987 wurde er wegen eines Protestmarsches gegen die zwar verbotenen, aber immer noch vorkommenden Witwenverbrennungen 14 Monate inhaftiert. Seit langem engagiert er sich in sozialen Bewegungen, kämpft gegen den von der WHO und der Weltbank gestützten Neokolonialismus und unterstützt Initiativen für einen respektvollen Umgang mit der Natur. www.swamiagnivesh.com

Robin Cornelius (CH): 1990 wurde Alice Tepper Marlin und ihre Initiative Council on Economic Priorities (CEP) mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. 1997 gründete die Preisträgerin mit der gemeinnützigen Organisation Social Accountability International (SAI) eine Nachfolgeorganisation. Ziel von SAI ist es, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen weltweit sicher zu stellen. Robin Cornelius ist Mitglied des SAI-Advisory Board und Gründer der Schweizer Textilfirma Switcher. Die Stiftung Switcher (Gründung 2004) setzt sich mit Projekten in Afrika, China und speziell in Indien für eine nachhaltige Entwicklung und soziale Verantwortlichkeit ein. www.sa-intl.org;

www.switcher.com

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