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Alter Kirchweg – neuer Pilgerweg

Über 200 Pilger begleiteten am Samstag, 23. Juni, die feierliche Eröffnung des wiederbelebten historischen Kirchwegs zwischen Wolfurt und Bildstein.

Das Gedenkjahr „500 Jahre Pfarre Wolfurt“ wurde damit auf beeindruckende Weise eingeleitet. Der Weg stellt die Verbindung her zwischen den früheren beschwerlichen Kirchgängen und der aktuellen Pilgerbewegung, einem Wandern mit spirituellen Inhalten.

Aus jeder Pfarre, die einst zu Wolfurt gehört hatte – Bildstein, Buch, Kennelbach, Schwarzach und Wolfurt –, hatten die Pfarrherrn Germann Amann, Paul Burtscher, Johannes Sandor und Peter Trong Tran sowie die sympathischen, vorwiegend weiblichen Pfarrteams würdige Weiheszenen vorbereitet, die der Symbolik der jeweiligen Stele entsprachen. In diese Sandstein-Stelen aus dem Schwarzachtobel, entworfen von Architekt Karl Sillaber und Bildhauer Herbert Albrecht, wurden die „Ich bin“-Worte aus dem Johannes-Evangelium eingraviert. Weg, Tür, Brot, Weinstock, Licht, Auferstehung und der gute Hirte machen den rund zweistündigen, vorbildlich markierten „Ich-bin-Weg“ zu einer panoramareichen Wanderung nicht nur durch lichte Mischwälder, über Wiesen und durch dunkle Tobel, sondern auch zu einem Weg zu zeitlosen Werten und Glaubensgrundsätzen, die von Pilgerpfarrer Paul Burtscher in sinnreiche Worte des kleinen Begleitprospekts gefasst wurden.

Viele der Ideen für den Weg und die feierliche Eröffnung kamen von Organisator Walter Reis, der die Pilger von Stele zu Stele führte und sich beim abschließenden Morgenlob mit Pfarrer Paul Burtscher in der Wallfahrtskirche Maria Bildstein bei vielen Mitwirkenden und Spendern bedankte. Einen kurzen historischen Abriss über die Ursprünge der Wolfurter Pfarre gab Richard Eberle, der im Herbst ein Buch zum Thema herausbringen wird. Den Dank der Pilger an Walter Reis sprach Christoph Hinteregger aus. Der Bildsteiner Chor unter Birgit Giselbrecht-Plankel setzte den musikalischen Akzent zum festlichen Vormittag, eine Agape vor der Wallfahrtskirche beendete ihn.

Ich-bin-Weg: Wolfurt/Kirche-Alpenvereinsheim-Drei Gassen-Ebne-Paradies-Dellen-Rickenbachtobel-Erscheinungskapelle-Maria Bildstein. Gelb-weiße Markierung nach Vorarlberger Wanderwegekonzept. Gehzeit ca. 2 Stunden, Höhenunterschied 225 m. Gutes Schuhwerk! Symbol: Johannes-Adler nach einem Entwurf von Karl Sillaber. Markierung: Robert Hassler.
Die 7 Stelen: Entwurf Herbert Albrecht, Karl Sillaber; Steinmetzarbeiten: Norbert Troy, Hörbranz. Gravur: Katja Troy
Begleitprospekt: 7 x 21 cm, Leporello. Mit Gedanken von Pfarrer Paul Burtscher. Gestaltung Erik Reinhard. Ausgabe: Spender bei der ersten Stele und Kirche Maria Bildstein.

Quelle: Doris Rinke

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