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Alte Tradition belebt den Martinimarkt

Ein Tänzchen mitten im Geschehen. Beste Stimmung herrschte beim 42. Dornbirner Martinimarkt.
Ein Tänzchen mitten im Geschehen. Beste Stimmung herrschte beim 42. Dornbirner Martinimarkt. ©edithhaemmerle
Rekordbesuch „vo do Lüt im alto Häß“ beim 42. Dornbirner Herbstmarkt.
Alte Tradition belebt den Martinimarkt

Dornbirn. Zahlreich kamen die Damen in Schwarz, wie anno dazumal mit Fuchspelz und Spitzenhütchen, zum Martimarkt. Auch die Herren standen nicht nach und erschienen ebenso zahlreich in Frack und Zylinder. Einen Vorgeschmack von Nostalgie bekamen die Fahrgäste bereits am frühen Morgen im Stadtbus, der „d’Lüt im alto Häß“ am Freitag gratis zum größten Herbstmarkt in die Dornbirner Innenstadt führte. Der Treffpunkt zum Frühstück ist allemal beim Feuersteinhaus, wo mit Riebel und Kaffee der Tag beginnt. Das Gläschen Prosecco hinterher gibt den Schwung zur Musik und für manche sogar zu einem Tänzchen mitten auf dem Marktplatz. Seit je her ist für Heinz Lanz der Besuch im noblen Gewand zu Martini ein Pflichttermin. Mit Gattin und Tochter stand der ehemalige Fotograf auch für einen Schnappschuss bereit, bevor der Weg zu Foto Murer zum obligatorischen Erinnerungsfoto führte. In der Menge sah man altbekannte Gesichter wie Tone Stauss, der unlängst seinen 81. Geburtstag feierte, Fritz Schenk aus der Nachbarschaft und Herbert Hug, der so manchen an die HTL-Schulzeit erinnerte. Vize-Bgm. Martin Ruepp und StR Guntram Mäser in Begleitung ihrer „besseren Hälfte“, inside-Obmann Rudi Präg und Herbert Kaufmann vom Stadtmarketing waren ebenso in Nostalgie gekleidet. Alt-Landeshauptmann Martin Purtscher kam zu seinem Namensfest mit Gattin Gretl nach Dornbirn. Außerdem war eine Damen-Gruppe im „alto Häß“, die sich die „4a Martinigänse“ nennt, ein Hingucker im Marktgeschehen.

Eröffnung durch Bgm. Andrea Kaufmann

„Die Tradition stirbt nicht aus“, verkündete die Stadtchefin bei der Eröffnung erfreut, die sich aber schon vor dem offiziellen Auftakt im schicken schwarzen Hütchen mit Stadträtin Marie-Louise Hinterauer und einigen „Rȏthüslar-Froua“ ond‘r d’Lüt mischte. „Der Martinimarkt ist eröffnet!“, dröhnt es dann zum 42. Mal von der Stiege des Roten Hauses, was für Ganter Eduard jedoch erst der vierte Auftritt auf der Traditionsstiege war. „Er ischt nid so gout druf“, erklärt Frau Bürgermeister, die dem Ganter bei der Übergabe noch gut zuredet und dessen rote Krawatte etwas zurechtrückt. Nun sei Eduard bis zu seinem nächsten Auftritt wieder ein Jahr Ruhe gegönnt. Zum nostalgischen Bild gehört ebenso das Trachtenpärchen aus Dornbirn, alias Nadine und Tobias. Und was wäre der Martinimarkt, der wiederum von Gerold Perle im Zylinder moderiert wurde, ohne die Gäste aus der Schweiz mit Nachtwächter Felix, der jedesmal Grüße aus Berneck überbringt, und die „GiigeGugge aus Züri“, die im froschgrünen Gewand alljährlich ein lautstarkes Zeichen gibt.

Teilen wie St. Martin

Der Gedanke des Heiligen Martin – Teile mit dem, der wenig hat – stand unter dem ausgelassenen Treiben dennoch im Vordergrund. Die 1700 Jahre alte Geschichte des Kirchenmannes, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte, wurde am Stand der „Kirche in Dornbirn“ in Erinnerung gerückt. Schulen und Vereine boten Selbstgemachtes für den guten Zweck an. Mit einem Stand vertreten ist jedes Jahr der Kiwanis-Klub. Beim großen Glücksrad, bei dem fast jeder Dreh gewinnt, konnten die Besucher ihr Glück versuchen, das auch für soziale Kinderprojekte mitschwang. Und so verbarg sich auch in jeder „Katz im Sack“ ein Gewinn für Kinderprojekte in der Papiertüte. Schülerinnen aus dem Dornbirner Stadtgymnasium gingen mit einem Tablett selbstgebackener Muffins durch die Menge. Der Erlös fließt in Projekte für bedürftige Schüler in Armenien. Unter den 90 Ständlern durfte der Dornbirner Radfahrerverein 1886 nicht fehlen, der mit dem nostalgischen Hochrad auf sich aufmerksam machte. Und so endete am Freitag, spät abends, wieder einer der ältesten und traditionsreichsten Märkte der Dornbirner Stadtgeschichte.

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