Alte Frau mangels Pflege in ostfranzösischem Krankenhaus gestorben

In einem ostfranzösischen Krankenhaus ist eine 82-Jährige möglicherweise gestorben, weil sich niemand rechtzeitig um sie kümmerte. Dies teilte am Montag ein französischer Familienverband mit. Der Sohn der Verstorbenen bestätigte die Angaben. Nach seinen Angaben lag seine Mutter am Samstag in einem Krankenhaus der lothringischen Stadt Metz acht Stunden lang in einem Flur der Notaufnahme, ohne dass sich ein Arzt um sie kümmerte.

Sie habe unter Austrocknung und Atembeschwerden gelitten. Der Familienverband erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen unterlassener Hilfeleistung.

Laut dem Sohn wurde die alte Frau am Samstagabend schließlich ohne Behandlung ins Altersheim zurückgeschickt, wo sie einen Tag später starb. Am Telefon habe es geheißen, es gebe zu viel Arbeit, berichtete er. Ein Sprecher der Klinik sagte, der Fall sei ihm nicht bekannt.

Seit einiger Zeit häufen sich Beschwerden über Missstände in französischen Krankenhäusern. So war am Neujahrstag ein sechs Monate altes Baby in einer Pariser Klinik an den Folgen einer fehlerhaften Infusion gestorben. Am Heiligen Abend starb in einem anderen Pariser Krankenhaus ein an Angina erkrankter dreijähriger Bub, weil eine Krankenschwester versehentlich ein falsches Medikament in den Tropf gegeben hatte. Die Gewerkschaften machen Sparmaßnahmen der Regierung für die schweren Pannen verantwortlich. In vielen Kliniken fehlt es an Personal.

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