Altach verliert nach Last-Minute-Tor bei Rapid

Last-Minute-Niederlage für Altach
Last-Minute-Niederlage für Altach ©APA
94 Minuten lang hielt das Altacher Bollwerk gegen Rekordmeister Rapid, mit der letzten Aktion traf Prosenik dann zum entscheidenden 1:0.
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SCRA-Coach Damir Canadi musste in der Innenverteidigung den gesperrten Cesar Ortiz ersetzen und entschied sich erwartungsgemäß für Benedikt Zech auf der Position neben Jan Zwischenbrugger. Mit Patrick Salomon und Patrick Seeger gab es zudem zwei Änderungen in der Startelf. Auch Rapid musste auf einen ihrer wichtigsten Akteure verzichten, mit Robert Beric fehlte gegen Altach der beste Torjäger gelbgesperrt. Insgesamt stellte Zoran Barisic sein Team auf fünf Positionen im Vergleich zum letzten Spiel um.

Rapid klar überlegen

Es dauerte nicht lange, da stand Andi Lukse das erste Mal im Mittelpunkt. Louis Schaub wurde ideal freigespielt und tauchte alleine vor dem Altacher Keeper auf, doch der Ex-Rapidler im Tor des SCRA blieb Sieger in diesem Duell und entschärfte die erste Großchance in dieser Partie.

Die Hütteldorfer begannen sehr druckvoll und übernahmen sofort das Kommando. In der ersten Viertelstunde tauchten die Wiener doch einige Male gefährlich vor dem Altacher Tor auf. Nach knapp zehn Minuten reklamierten die Rapid-Akteure nach einem Zweikampf zwischen Schreiner und Starkl Elfmeter, die Pfeife von Schiedsrichter Harkam blieb aber stumm. Dieses Spiel sollte sich nach 22 Minuten wiederholen, beim Duell zwischen Seeger und Stangl ging der Rapidler zu Boden, der Unparteiische ließ erneut weiterspielen. Wenig später musste abermals Lukse gegen Schaub zur Stelle sein, der bereits zum zweiten Mal aus guter Position zum Abschluss kam.

Offensiv konnten sich die Rheindörfler in der ersten Halbzeit gar nicht in Szene setzen, Damir Canadi wechselte bereits nach 27 Minuten zum ersten Mal. Für Martí Riverola kam zu diesem Zeitpunkt Felix Roth aufs Feld. Direkt nach diesem Wechsel kam Patrick Seeger im gegnerischen Strafraum zu Fall, aber auch hier war der Entschluss des Schiedsrichters nicht auf Strafstoß zu entscheiden, wohl korrekt.

Es folgte eine Doppelchance für Rapid: Zunächst rettete Zwischenbrugger nach Stanglpass im letzten Moment vor dem einschussbereiten Alar, die daraus resultierende Ecke wurde erneut gefährlich, Sonnleitner kam in der Mitte an den Ball, brachte aber nicht mehr genügend Druck hinter seinen Schuss und Lukse konnte die Kugel aufnehmen. Fazit nach 45 Minuten: Rapid war mit 70% Ballbesitz klar spielbestimmend und hatte auch einige gute Gelegenheiten in Führung zu gehen. Aus Altacher Sicht musste man nach diesem Spielverlauf mit dem torlosen Remis zur Pause zufrieden sein, die eigene Leistung war aber natürlich sowohl defensiv als auch offensiv deutlich ausbaufähig.

Auch nach Seitenwechsel blieb Rapid die aktivere Mannschaft und kam aus einem Freistoß von Schobesberger zur ersten Gelegenheit, aber wieder war Andi Lukse zur Stelle. Nach 57 Minuten war dann der Arbeitstag für Hannes Aigner zu Ende, für den Tiroler Routinier kam Darko Bodul neu ins Spiel. Eine Stunde war absolviert, da hatte Mittelfeldspieler Schwab wieder das 1:0 auf dem Fuß, aber erneut war es Lukse, der einen Rückstand mit einer starken Parade verhindern konnte.

Dennoch gilt es festzuhalten, dass zumindest zu Beginn der zweiten Spielhälfte der Defensivverbund des SCRA besser funktionierte. Zwar waren die Wiener weiterhin überlegen, so ließ man aus Sicht des Ländle-Teams etwas weniger Räume und damit verbunden auch gleichzeitig weniger hochkarätige Torchancen zu als noch in den ersten 45 Minuten. In der Statistik der gewonnenen Zweikämpfe hatten Netzer & Co. knapp die Nase vorne. Nach 68 Minuten gab es dann aber Elfmeter für die Gastgeber: Schobesberger wurde von Zech zu Fall gebracht, Alar – der gegen Ried bereits zwei Mal vom Punkt erfolgreich war – trat an, der stärkste Altacher am heutigen Abend in Person von Andi Lukse war aber im richtigen Eck und parierte auch diesen Strafstoß.

Die Rapid-Viertelstunde wurde gerade eingeklatscht, da musste der SCRA-Keeper erneut wachsam sein, bei einem Schuss von Schwab brachte der frühere Rapid-Goalie die Hände noch dazwischen und verhinderte zum wiederholten Male einen Gegentreffer. Offensivaktionen gab es vom SCRA bis in Minute 88 keine zu sehen. Dann allerdings wäre beinahe der überraschende Führungstreffer gefallen. Nach dem besten Angriff über den eingewechselten Kovacec kam plötzlich Netzer zum Abschluss, sein Schuss verfehlte aber sein Ziel. Auf der Gegenseite fand Rapid dann noch zwei weitere Möglichkeiten vor, die aber ebenfalls nicht zum Erfolg führten.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Das Altacher Bollwerk hielt dem Dauerdruck des Rekordmeisters lange Zeit Stand. In der über vier Minuten dauernden Nachspielzeit musste dann aber zunächst Benedikt Zech mit der gelb-roten Karte vom Platz. Es sollte aber aus SCRA-Sicht noch bitterer kommen. Mit dem letzten Angriff in der 94. Minute konnte der Ball nicht geklärt werden, Joker Prosenik kam in der Mitte mit dem Kopf an den Ball und bezwang Lukse zum spielentscheidenden 1:0. Fazit: Aufgrund der Überlegenheit von Rapid geht der Sieg sicherlich in Ordnung, aus Altacher Sicht ist diese knappe Niederlage aufgrund des so späten Treffers natürlich sehr, sehr bitter.

SK Rapid Wien – CASHPOINT SCR Altach 1:0 (0:0)
Ernst Happel Stadion, 8.700 Zuschauer

Schiedsrichter: Alexander Harkam

Tor: Prosenik (90.+4)

gelbe Karten: Starkl, Alar,Grahovac, ; Zwischenbrugger, Salomon, Zech, Lukse,

gelb-rote Karte: Zech

Aufstellung Rapid: Novota; Pavelic, Sonnleitner, Hofmann, Stangl; Schwab, Grahovac, Schobesberger, Schaub (76. Prosenik), Starkl (60. Kainz); Alar (79. Hofmann);

Aufstellung SCRA: Lukse; Lienhart, Zwischenbrugger, Zech, Schreiner; Netzer, Salomon, Mahop, Riverola (27. Roth); Aigner (57. Bodul), Seeger (84. Kovacec);

(scra.at)

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