Altach kämpft bei Admira um letzte Chance auf Klassenerhalt

Magnin will Altach-Sieg gegen die Admira
Magnin will Altach-Sieg gegen die Admira ©APA/STIPLOVSEK DIETMAR
Die Zeit der Rechenspiele ist für den SCR Altach vorbei. Die Vorarlberger benötigen am Samstag in der vorletzten Runde der Qualifikationsgruppe unbedingt einen Auswärtssieg gegen die Admira, um die letzte Chance auf einen Verbleib in der Fußball-Bundesliga zu wahren. Derzeit liegt Altach vier Punkte hinter der SV Ried, die den LASK empfängt, und fünf Zähler hinter den Südstädtern. Im dritten Spiel empfängt Qualigruppen-Leader Tirol die Hartberger.

"Wir müssen siegen. Das Ziel ist es, am letzten Spieltag ein Finalspiel gegen die WSG zu haben", erklärte Altach-Trainer Ludovic Magnin. Nervosität sei in seiner Truppe nicht zu spüren, betonte der Schweizer. "Wenn ich das Spiel vom letzten Wochenende ansehe (Anm.: 1:1 daheim gegen Ried), denke ich, dass die Mannschaft von Ried viel nervöser war als unsere. Das ist nicht das Problem."

Mit einem Sieg wäre man "dick dabei", sagte Magnin. "Aber die Zahlenspielchen interessieren mich momentan nicht. Vielleicht beginne ich am Samstag in der Nacht zum Rechnen, aber ich weiß sowieso, dass wir zweimal gewinnen müssen. Ich gehe davon aus, wenn wir zweimal gewinnen, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben."

Die Admira wiederum holte ihren bisher letzten vollen Erfolg vor eigenem Publikum am 12. März beim 2:0 gegen Ried. Aus den vergangenen drei Runden schauten nur zwei Punkte heraus. Dafür sind die Niederösterreicher gegen Altach seit sechs Partien ungeschlagen und haben nur eines der jüngsten 14 Liga-Duelle mit den Rheindörflern verloren.

Der LASK ringt parallel dazu um Europa, Ried um den vorzeitigen Klassenerhalt in der Bundesliga. Die Vorzeichen vor dem Derby im Innviertel versprechen einen würdigen Kampf der oberösterreichischen Rivalen. Im zweiten Spiel unter Dietmar Kühbauer könnten die Linzer mit dem ersten Sieg die Weichen für die dritte Saisonphase stellen, Ried wäre mit einem Dreier eine Runde vor Schluss der Qualigruppe endgültig gerettet.

Die Situation im unteren Play-off ist gerade im Bezug auf den Kampf um das letzte offene Europacupticket eine enge. Fünf von sechs Teams, darunter auch die Rieder können noch hoffen. "In unserer Lage wäre ein Dreier natürlich doppelt gut", betonte Rieds Offensivmann Stefan Nutz, dessen Truppe den LASK in der aktuellen Saison schon zweimal schlagen konnte. "Das ist auch für den Kopf extrem wichtig", sagte Nutz.

Beim LASK fehlen nach dem 3:3 gegen Hartberg die gesperrten James Holland und Marvin Potzmann. "In den letzten Duellen mit Ried sind wir uns und den Fans einiges schuldig geblieben, umso mehr wollen wir es dieses Mal besser machen", gab Stürmer Husein Balic zu Protokoll. Der Druck, das internationale Geschäft erreichen zu wollen, soll dabei kein Hindernis sein. Balic: "Für uns ist es tatsächlich kein großes Thema, das auszublenden."

In Tirol könnten die beiden zuletzt stärksten Teams der Qualifikationsgruppe im direkten Duell Großes fixieren. Mit einem Heimsieg, dem ersten gegen Hartberg in der Fußball-Bundesliga, wären die Tiroler eine Runde vor Schluss nicht mehr aus den Top zwei zu verdrängen - und hätten ihr Ticket für das Play-off um einen Conference-League-Qualiplatz sicher.

Hartberg darf ebenfalls noch von Europa träumen. Zuerst aber gilt es, bei fünf Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Altach den Klassenerhalt zu fixieren. Ein Sieg in Innsbruck würde definitiv reichen, auch wenn den Vorarlbergern zeitgleich ihr Muss-Sieg bei der Admira gelingt. Die Hartberger sind in dieser Saison gegen die WSG noch sieglos. In seinen jüngsten drei Ligapartien holte das Team von Klaus Schmidt aber sieben Punkte und erzielte dabei immer zumindest drei Tore.

(APA)

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