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Altach überlegt Moslemfriedhof

Der islamische Friedhof, der in Vorarlberg errichtet werden soll, kommt voraussichtlich nach Altach. Im Ortsgebiet Fohren hat die Gemeinde genügend Platz, so Bgm. Brändle. Islamischer Friedhof

Altach – Und man fühlt sich nicht allein: „Wir sehen das auch als regionale Lösung. Die ganze Kummenbergregion inklusive Hohenems sitzt mit im Boot.“

Noch läuft die Vorprüfung. Aber Brändle ist zuversichtlich. „Schon im Juni gab es einen Bericht an die Gemeindevertretung.“ Damals hätten alle Fraktionen gezeigt, „dass sie positiv gestimmt sind“.

In drei, vier Wochen

Wie geht es weiter? Altach wird die beteiligten Personen, darunter Dr. Eva Grabherr (Projektstelle „okay.zusammen leben“) und Attila Dincer (Initiative „Islamischer Friedhof“), einladen. Die Gemeindevertreter werden sich „in drei, vier Wochen“ intensiv mit der Frage beschäftigen. Sie haben auch das letzte Wort, ob der Standort Altach verwirklicht wird. Die Nachbarschaft signalisiert jedenfalls Hilfsbereitschaft. „Wir werden uns einer Lösung unmitelbar an unserer Gemeindegrenze sicher nicht verschließen“, sagt der Götzner Bürgermeister Werner Huber. Götzis besitzt drei kleine Friedhöfe. Keiner davon ist konfessionell gebunden. Alle führt die Gemeinde. Natürlich fänden dort auch Muslime Platz.

Überhaupt steht die Notwendigkeit von islamischen Grabstätten durch den behutsam geführten Dialog offenbar außer Streit. Der Frastanzer Dekan Herbert Spieler hat mit seiner Pfarrgemeinde auch schon Überlegungen angestellt, „einen Teilbereich unseres Pfarrfriedhofs verfügbar zu machen“. Zumindest ein muslimisches Grab existiert dort schon. „Bei uns hat zwar noch niemand angeklopft. Doch wir könnten uns das gut vorstellen.“

Bis Ende Jahr

Der Präsident des Gemeindeverbands, Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold, bestätigt, dass Gebiete geprüft würden. „Einige Gemeinden“ hätten Bereitschaft für eine überkommunale Lösung gezeigt. Bis Ende Jahr will er die Standortfrage geklärt haben.

Derzeit fast nur Rückführungen

Der Islam bildet mit 8,5 Prozent der Bevölkerung die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Vorarlberg.

Bedarf wird größer

Der Arbeitskreis „Islamischer Friedhof“, der die Entscheidungsgrundlagen für die Standortfrage erarbeitet hat, erwartet bis zum Jahr 2020 einen Bedarf von etwa 1600 muslimischen Grabstätten. Wie viele Verstorbene auch nach der Errichtung eines islamischen Friedhofs in die Türkei überführt werden, weiß niemand.

Derzeit ist das überwiegend der Fall. “90 Prozent dieser Begräbnisse bearbeiten wir“, sagt Walter Hämmerle, Inhaber der Konzession des einzigen türkischen Bestattungsunternehmens in Vorarlberg.

25 Verstorbene, „von Frühgeburten bis zu Erwachsenen“, hat die SILA BestattungsgesmbH heuer schon in die „alte Heimat“ verbracht. In der dritten Generation wird sich das wohl ändern.

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