"Als Moderator bekannt im Land"

Schwarzach - ORF-Generaldirektor Wrabetz argumentiert den Führungswechsel im Landesstudio.
Herr Generaldirektor, was hat Sie dazu bewogen, Markus Klement zum Chef des Landesstudios zu machen?

Wrabetz: Es war eine grundsätzliche Frage. Ich habe mich letztlich entschieden, die Teilzeitlösung, also Wolfgang Burtscher für weitere zwei Jahre vorzuschlagen, doch nicht zu realisieren, sondern einen Generationswechsel vorzunehmen. Und von den Kandidaten halte ich den Herrn Klement für den geeigneten im Sinne eines spannenden Neubeginns.

Klement ist Radiomoderator, hat keine Führungs- und Fernseherfahrung. Was erwarten Sie sich konkret von ihm?

Wrabetz: Er hat ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Außerdem verfügt er über eine umfassende Kenntnis des Landesstudios und ist als Moderator bekannt. Das ist ein wichtiger Faktor. Schließlich ist der Landesdirektor der oberste Repräsentant des ORF im jeweiligen Bundesland. Insgesamt ist außerdem zu sehen, dass mein Team der neun Direktoren in sich ausgewogen ist. Klement ist der jüngste. Das ist ein guter Mix.

Klement will im Rahmen einer Kooperation der Landesstudios mit der Zentrale ein Frühstücksfernsehen. Ist das ein konkretes Projekt?

Wrabetz: Das sind Dinge, die man mit der neuen Fernsehdirektorin (Kathrin Zechner) besprechen muss. Vorarlberg hat aber sehr viel einzubringen für das nationale Programm, es ist etwa sehr stark in der Kultur.

Klement wird wohl weniger als Burtscher, also weniger als 13.000 Euro verdienen. Ist der Wechsel eine Kostenfrage?

Wrabetz: Nein, es ging ausschließlich um einen Generationswechsel. Wolfgang Burtscher ist einer unserer besten Landesdirektoren, aber für jeden ist einmal der Zeitpunkt gekommen. Und die ernsthaft erwogene Übergangslösung wollte ich letztlich nicht realisieren.

Burtscher ist enttäuscht, wie soll es weitergehen mit ihm?

Wrabetz: Das war keine leichte Entscheidung für mich. Aber wir führen unsere Pensionierungsprogramme konsequent durch. Wir werden nun Gespräche führen und schauen, wie wir weiter vorgehen und wie die pensionsrechtlichen Ansprüche sind.

(VN)

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