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Almflächen - Vorarlberg beharrt auf "Straffreiheit" für Almbauern

Landeshauptmann: Einige Bauern sind Opfer eines bürokratischen Systems.
Landeshauptmann: Einige Bauern sind Opfer eines bürokratischen Systems. ©BilderBox
Bregenz - Vorarlbergs Landesregierung beharrt in der Causa der Almflächen darauf, dass jene Almbauern keine Strafe bezahlen müssen, die ihre Flächen nach bestem Wissen und Gewissen gemeldet haben.

“Einige Bauern sind Opfer eines bürokratischen Systems. Die Bemessung per Digitalfoto ist ungeeignet”, betonte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag nach der Regierungssitzung. Man prüfe derzeit, Almbauern in einem Musterprozess zu unterstützen. Wallner kritisierte, dass der gültige Almleitfaden verschiedene Interpretationen bei der Flächenerhebung zulasse. “Drei verschiedene Kontrolleure kommen zu drei unterschiedlichen Ergebnissen”, sagte der Landeshauptmann. Das bringe Verunsicherung bei den Almbauern und sei so nicht hinzunehmen. Die allermeisten hätten ihre Flächen nach bestem Wissen und Gewissen angegeben. “Man soll nicht bestrafen, wo es nicht notwendig ist”, so Wallner.

Problematische Luftbilder

Agrarlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) unterstrich, dass die Erhebung über Luftbildaufnahmen sehr problematisch sei. So ergäben sich abhängig von der Jahreszeit sehr verschiedene Bilder, was zu Problemen bei der Beurteilung führe. “Jetzt werden sechs bis sieben Prozent der Natur- und Landschaftselemente berücksichtigt, in der nächsten Periode sollen es 15 Prozent sein”, forderte der Landesrat. Es seien nicht nur die Weideflächen von Bedeutung.

Auf Vorarlbergs 530 bewirtschafteten Almen halten sich im Sommer über 41.000 Tiere auf. Die Leistungsabgeltung belief sich im vergangenen Jahr auf knapp 5,5 Mio. Euro, davon stammten 3 Mio. Euro vom Land.

(APA)

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