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Alles rund in Fraxern

Gemeinde Fraxern
Gemeinde Fraxern ©Christof Egle
 Sanierung des Kugelwegs endlich abgeschlossen
Kugelweg Fraxern

 

Fraxern. Ein schweres Erbe war es, dass Bürgermeister Steve Mayr zu übernehmen hatte. Bereits vor fast zehn Jahren noch unter Vorgänger Reinhard Nachbaur wälzte man erste Sanierungspläne der über die intensive Nutzung der vielen Jahren arg in Mitleidenschaft gezogenen Straße. Strebte man zuerst nur eine Erneuerung des Asphaltbelags an, zeigten Untersuchungen und Probebohrungen, dass auch der Unterbau dringenden Sanierungsbedarf hat, konkret ging es um das Kanal – und Stromleitungsnetz, sowie die nötigen Schüttungen auf dem felsigen Gelände. Aus Kostengründen wurde das Projekt so zweigeteilt und erneut verschoben. Der dann geplante Baustart im Jahr 2018 musste schließlich aufgrund einer Falschberechnung seitens des beauftragten Ziviltechnikerbüros erneut auf die lange Bank geschoben werden. Nach dem Wechsel des Büros wurden nicht nur die Fehler behoben, sondern es zeigte sich auch einiges an Einsparungsmöglichkeiten.

Im Frühjahr dieses Jahrs konnte man dann endlich ans Werk gehen und nun wurde im Spätherbst nicht nur der erste Teil, sondern die Sanierung des kompletten Abschnittes abgeschlossen. Trotz umgesetzter Sparmaßnahmen, bleiben immer noch Baukosten in Höhe von etwas mehr als 400.00 Euro. Immerhin konnte über die Tatsache, dass die Straße immer noch offiziell als Güterweg gilt über den früher Aussiedlerhöfe erschlossen wurden, eine Förderung in Höhe von rund 70 Prozent über die Agrarbezirksbehörde beantragt werden, welche auch genehmigt wurde.

Parallel zum Kugelweg selbst, wurden auch die seitlichen Stützmauern in mühsamer Kleinstarbeit vom Bauhofteam samt freiwilliger Unterstützung aus der Bevölkerung wieder aufgefrischt. Der alte Zement wurde aus den Fugen gekratzt und nur mittels großen Kraftaufwandes mittels reiner Handarbeit das neue Füllmaterial wieder eingebracht. Die Mauern wurden im Übrigen in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Zwangsarbeitern des NS-Regimes errichtet, wie Gemeindehistoriker Albert Summer im Zuge seiner Recherchen belegen konnte. Darum auch der enorme, körperliche und zeitliche Aufwand zur Instandsetzung dieses auf den ersten Blick äußerst unscheinbaren Monument der Zeitgeschichte, wie auch Bürgermeister Steve Mayr betont: „Beim nächsten Sparziergang durch unser Dorf, können wir an der Mauer innehalten und uns an diese Zeit kritisch erinnern.“ CEG

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