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Alles für den Schutz der Weltregenten

Militärische Sperrzone auf dem Hohenemser Flugplatz.
Militärische Sperrzone auf dem Hohenemser Flugplatz. ©VOL.at/Bernd Hofmeister
Hohenems - Komplexe Sicherheitsvorkehrungen für Davoser Wirtschaftsgipfel schließen Vorarlberg mit ein.
Vorbereitungen für "Dädalus 2012"

Das kastenförmige Objekt ragt in den düsteren Winterhimmel und rotiert flott vor sich hin. Es ist samt Stützarm und Kontrollkabine auf einem Transport-Lkw fixiert. Eine Absperrung rund um das Fahrzeug mit zwei bewaffneten Wachposten dahinter signalisiert hohe Bedeutung. Die Einrichtung gehört dem Bundesheer und befindet sich am Hohenemser Flugplatz. Es handelt sich um ein mobiles Tieffliegererfassungsradar – Teil des Unternehmens „Dädalus 2012“ zur Überwachung des Weltwirtschaftsgipfels im benachbarten Davos. Mit insgesamt fünf Radaranlagen in verschiedenen Landesteilen schützen Soldaten des Radar-Bataillons Salzburg den Luftraum über Vorarlberg.

Lücken geschlossen

Oberst Franz Prasser (55) erläutert: „Es werden jene Überwachungslücken geschlossen, die es gewöhnlich gibt. Aus Anlass des Ereignisses in der Schweiz.“ Früher, scherzt der Oberst, habe man das Unternehmen ja noch Ikarus genannt. „Aber nachdem der laut Sage einen Flugunfall hatte, wurde daraus eben Dädalus.“ Das Radar samt „Drumherum“ ist ein Teil des Bundesheer-Überwachungssystems, die „Bodentruppen“ an den verschiedenen Standorten des Landes der andere. Am Emser Flugplatz befindet sich die „Emergency Response Air“-Einheit nur wenige Meter entfernt in Lagerhallen. 79 Mann sind es insgesamt, unter dem Kommando von Major Thomas Bernert (46).

Viele Experten

„Falls es während der Zeit des Gipfels zu einem Zwischenfall kommt, rücken wir als Rettungs- und Notfall­einheit sofort aus“, erklärt der Kommandant die Aufgabe seiner Bereitschaftseinheit. „Das Bundesheer hat die Befehlsgewalt, die örtlichen Einsatzkräfte sind natürlich eingebunden.“ Mit dabei sind mehrere Experten für chemische Stoffe und Waffen. „Die müssen vor Ort Dinge regeln, falls wirklich etwas passiert. Und deswegen hat das Bundesheer auch die Einsatzleitung inne.“ Seit die Luftraumüberwachung für Vorarlberg anlässlich des Weltwirtschaftsforums durchgeführt wird – eine Folge des 11. Septembers –, sind vielfach immer dieselben Personen fürs Heer im Einsatz. „Die Sinne bleiben trotzdem stets geschärft“, versichert Major Bernert. „Es sind ja Profis am Werk.“ Es finden regelmäßig Übungen statt, um die im Ernstfall erforderlichen Handlungsabläufe zu automatisieren.

Zwei Wochen

Für Unterbringung und Verpflegung der stationierten Soldaten in Vorarlberg sorgt das heimische Militärkommando. Koordinator und Kommando-Sprecher ­Michael Kerschat (47) freut sich, wenn die Kameraden aus den anderen Teilen Österreichs mit den Rahmenbedingungen zufrieden sind. Insgesamt 350 Soldaten kontrollieren zwei Wochen lang die Einhaltung der Flugverbotszone. Die Operation Dädalus kostet 600.000 Euro.

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