Alles für das Wohl der kleinen Patienten

Die kleinen Patienten fühlen sich in den neuen, hellen Räumen sichtlich wohl.
Die kleinen Patienten fühlen sich in den neuen, hellen Räumen sichtlich wohl. ©Paulitsch
Neue Kinder- und Jugendabteilung des Stadtspitals wurde offiziell eröffnet.

Dornbirn. Drei Jahre lang wurde die Kinder- und Jugendabteilung am Dornbirner Krankenhaus bei laufendem Betrieb umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht. Der Investitionsaufwand von 4,5 Millionen Euro hat sich gelohnt: Die kleinen Patienten werden in hellen Räumen, die nicht unbedingt an ein Krankenzimmer erinnern, betreut. Das Team mit Primar Bernd Ausserer an der Spitze besteht aus 13 Ärztinnen und Ärzten sowie rund 20 Kinderkrankenschwestern und Betreuerinnen. Vergangene Woche wurde die Abteilung offiziell eröffnet.

Der tiefe Griff in die Stadtkasse war erforderlich, weil sich 30 Jahre nach der Eröffnung die Anforderungen vor allem auch im Bereich der Pädiatrie geändert haben. Dazu kommt, dass die Zahl der Mädchen und Buben, die stationär aufgenommen werden müssen, ständig zunimmt. Ein Grund ist ein ganz besonderes medizinisches Angebot, das in Vorarlberg einmalig ist: Seit Jahren werden in der Station mit 35 Betten auch krebskranke Kinder und Jugendliche aus allen Landesteilen behandelt. Die zentrale Versorgungsstation für Onkologie genießt weit über Dornbirn hinaus einen ausgezeichneten Ruf.

Gut aufgehoben sind auch die Frühgeborenen, die in der umgebauten Neonatologie nach neuesten Erkenntnissen der Medizin behandelt und betreut werden. Der Bedarf ist gegeben, denn in Dornbirn erblicken pro Jahr immerhin rund 1300 Kinder das Licht der Welt – ein Drittel aller Geburten in Vorarlberg. Nicht wenige der neuen Erdenbürger brauchen ärztlichen Beistand, ehe sie in elterliche Betreuung übergeben werden können.

Großer Andrang

Ausgebaut wurde auch die Kinderambulanz, die rund um die Uhr in Betrieb ist. Aus gutem Grund: Allein im vergangenen Jahr wurden 13.500 Ambulanzbesuche verzeichnet. „Ein riesiger Aufwand, der das ganze Team vor große Herausforderungen stellt”, bedankt sich Ausserer bei seinen Mitarbeitern, die zu jeder Tages- und Nachtzeit für die kleinen Patienten da sind.

Weiteres Bauprogramm

Die neue Kinderabteilung ist Teil eines großen Umbauprogramms im Stadtspital unter Leitung von Herbert Winkler von der Hochbauabteilung im Rathaus. Inzwischen wurden über 38 Millionen Euro investiert. Und die nächsten Projekte stehen bereits an, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Die ‚Runderneuerung’ wird auch nach Abschluss dieser Bauetappe fortgesetzt.” Auch weil die Patientenzahlen von 8000 im Eröffnungsjahr auf inzwischen knapp 20.000 pro Jahr angestiegen sind. Derzeit laufen die Planungen für die Erneuerung des Operationsbereiches, auch die Entbindungsstation soll mittelfristig erweitert werden.

An eine Übergabe des letzten kommunalen Krankenhauses Vorarlbergs an das Land denkt in Dornbirn niemand. Auch Gesundheitslandesrat Christian Bernhard kann sich nicht vorstellen, dass es eine Änderung bei den Besitzverhältnissen gibt. Er kennt das Spital übrigens aus eigener Erfahrung und erinnert sich gerne an die Zeiten, als er als Turnusarzt bei Bernd Ausserer einen Teil seiner Ausbildung absolvierte.

Baumaßnahmen in Etappen

In den letzten 15 Jahren wurde im Dornbirner Krankenhaus fast ständig gebaut. Um den Betrieb so wenig wie möglich zu stören, erwies sich ein Etappenplan als die beste Lösung. Größtes Projekt war der Bau des Verwaltungstraktes, der 2004 eröffnet wurde. 2005 ging die neue Interdisziplinäre Intensivstation in Betrieb. Im ersten Stock entstand 2008 die neue Tageschirurgie.

Von 2007 bis 2010 wurde auch im Erdgeschoß Platz für neue Abteilungen, von der Endoskopie bis zur Unfallambulanz geschaffen.

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