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Alle wollen "Feinkostladen Österreich" erhalten

Empörung in Österreich wegen EU-Plänen
Empörung in Österreich wegen EU-Plänen ©APA (dpa)
Nach dem Bekanntwerden einer geplanten EU-Richtlinie, die unter anderem vorsieht, dass Lebensmittelketten den Bauern nicht mehr höhere Öko- und Tierschutzstandards vorschreiben dürfen, wollen nun alle den "Feinkostladen Österreich" retten. So betonte die Agrarmarkt Austria (AMA), dass ihr Gütesiegel "nicht in Bedrängnis" ist.

Und auch das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments ging an die Öffentlichkeit: “Die Bio-Qualität der österreichischen Ware wird durch diese Richtlinie in keiner Weise angegriffen.” Der freiheitliche EU-Abgeordnete Georg Mayer hielt heute fest: “Mit diesem unsäglichen Antrag gefährdet man nicht nur die Qualität heimischer Produkte, sondern eröffnet erneut eine Diskussion um Gentechnik oder den Einsatz umstrittener Pestizide bei Lebensmitteln”.

Greenpeace wiederum sieht einen Erfolg ihrerseits: “Nachdem die Umweltschutzorganisation Greenpeace gestern aufgedeckt hat, dass ein fundamentaler Anschlag auf den Feinkostladen Österreich bevorsteht, schwenkt jetzt auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger ein und will sich gegen den Gesetzesvorschlag auf EU-Ebene einsetzen.”

Der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas wiederum mahnte: “Wir müssen aufpassen, dass wir keinen Keil zwischen die Landwirte und den Einzelhandel treiben. Daher gibt es in dem Bericht noch einige Stellen, die wir mit kühlem Kopf in den Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten korrigieren müssen.”

(APA)

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