Alle vier Angeklagten wegen Nazi-Aktivitäten schuldig gesprochen

Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig. ©VOL.AT/Hofmeister
Die Geschworenen sahen Verstoß gegen das Verbotsgesetz gegeben und es gab Haftstrafen.
Nazi-Prozess am Landesgericht
Bilder aus dem Gerichtssaal

„Lasst das Messer flutschen in den Judenleib“, das war nur eine der Textpassagen, die drei der vier Angeklagten auf dem Weg vom Dornbirner Marktplatz zum Bahnhof sangen. Auch ansonsten machten die vier kein Hehl aus ihrer rechten Gesinnung. „Hitler ist für mich ein Messias, der das deutsche Volk befreit hat“, meinte beispielsweise der 19-jährige Zweitangeklagte. „Ich bin ein Nazi und ich gebe das auch offen zu“, sagte der Viertbeschuldigte vor der Polizei. Heute gaben alle an, sich gewandelt zu haben. Gebrochen zu haben mit der Szene und dem rechten Gedankengut. Die Geschworenen, welche die Lieder und Aktionen der vier jungen Vorarlberger zu beurteilen hatten, sahen deren Schuld als gegeben und die räumte das Quartett auch von Anfang an ein.

Auch Haftstrafen

Für die fünffach vorbestrafte 17-Jährige gab es acht Monate Haft auf Bewährung plus 960 Euro unbedingte Geldstrafe. Für den Mann in Springerstiefeln zwölf Monate, vier davon unbedingt. Der Drittangeklagte kam mit sechs Monaten, die zur Gänze auf Bewährung ausgesprochen wurden, davon. Der Vierte im Bunde muss vier Monate absitzen und bekam acht Monate auf Bewährung. Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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