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Alle Augen auf Tiger Woods bei PGA-Championship

Woods gab sich vor dem Turnier zurückhaltend
Woods gab sich vor dem Turnier zurückhaltend ©APA (AFP)
Vier Wochen nach seinem Sensations-Comeback beim Masters sind auch beim zweiten Golf-Major des Jahres 2019 alle Augen auf Tiger Woods gerichtet. Der US-Superstar geht als 15-facher Grand-Slam-Gewinner in die am Donnerstag beginnende 101. PGA Championship in Bethpage auf Long Island in New York. Favorit und Titelverteidiger ist aber US-Landsmann Brooks Koepka.

Die PGA Championship ist jenes Turnier, bei dem ein Österreicher bisher am nächsten dran war am ersten Major-Sieg. 2014 war Bernd Wiesberger in Louisville als Zweiter mit nur einem Schlag Rückstand auf Rory McIlroy in die Schlussrunde gegangen, dann aber 15. geworden. Schlaggleich übrigens mit dem damals noch sieglosen Koepka.

Mittlerweile ist der auf der Europa-Tour groß gewordene Koepka auf der US-Tour vom No-Name zum Star avanciert, sorgt regelmäßig mit markigen Sprüchen und Model-Fotos für Aufsehen. Und er gilt als Major-Spezialist. Der 29-Jährige, dessen Bruder Chase auf der European Tour spielt, hat abseits der Grand Slams zwei Siege auf der PGA-Tour stehen, aber drei der vergangen acht (bei einem fehlte er) Majors gewonnen und war zuletzt beim Masters Zweiter hinter Woods.

Das hat den lange wenig wahrgenommenen Koepka 2018 zum Weltranglisten-Ersten gemacht, derzeit ist er Dritter. Sein Erfolgsgeheimnis: “Nicht stressen lassen, im Moment bleiben. Versuche erst gar nicht es zu gewinnen, sondern lass einfach los und hänge so richtig ab. Dann werden gute Sachen passieren.”

Koepka bildet in Bethpage an den ersten beiden Tagen den Top-Flight mit Masters-Sieger Woods und British Open-Gewinner Francesco Molinari und peilt die erste erfolgreiche Titelverteidigung bei der PGA Championship seit Woods 2007 an. Die US Open hat Koepka zuletzt zwei Mal in Folge gewonnen.

Koepkas Sieg-Kalkulation war typisch für die forsche Art des 29-Jährigen aus Florida. “156 Spieler sind am Start. 80 von ihnen lasse ich hinter mir. Vom Rest spielt die Hälfte danach nicht gut, also bleiben etwa 35 übrig, die es letztlich zu schlagen gilt. Viele von denen verspüren aber riesigen Druck, also bleiben am Ende nur noch wenige über, die man besiegen muss”, sagte er. “Wenn du es schaffst, im richtigen Moment in Form zu sein, ist es bei den Majors manchmal am leichtesten, zu gewinnen”, strotzte Koepka vor Selbstbewusstsein. “Die Hälfte der Spieler schießt sich aus Nervosität sowieso selbst aus dem Turnier. Ich sehe keinen Grund, nicht noch einmal zu gewinnen.”

Selbst Superstar Woods gab sich da vergleichsweise zurückhaltend. Er hat zwar nach Ehe- und Sexskandal, Rücken- und Knieoperationen, der turbulenten Beziehung zu Skistar Lindsey Vonn sowie einem aufsehenerregenden Polizeiaufgriff im Medikamentenrausch nun mit seinem ersten Major-Sieg nach fast elf Jahren ein wahres Sportmärchen geschrieben, weiß aber, dass er mit 43 Jahren nicht mehr der Jüngste ist. “Ob ich in Zukunft wieder dominieren kann oder nicht, wird man sehen. Ich muss mir die besten Möglichkeiten geben, brauche also auch längere Pausen”, gestand der Sport-Milliardär.

Das hat er auch nach dem Masters-Triumph getan und seitdem kein Turnier gespielt. Auf dem langen “Black Course” von Bethpage, einem öffentlichen Platz, hat er 2002 die US Open gewonnen und fühlt sich nun wieder bereit. 17 Jahre später könnte es also mit einem 16. Major-Titel, dem fünften bei der PGA Championship, klappen, obwohl Woods sich schon in seinem fünften Lebensjahrzehnt befindet. “Aber ich bin ausgeruht und bereit”, versicherte er. “Tiger ist entspannt und frisch”, ergänzte Caddie Joe LaCava.

Noch ein Jahrzehnt weiter ist John Daly. Das 53-jährige Enfant terrible des Golfsports hat wegen Arthritis-Problemen im rechten Knie unter Berufung auf die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (Americans with Disabilities Act) zugestanden bekommen, wegen des hügeligen Terrains mit einem Golf-Kart teilnehmen zu können. Das ist bei einem Major erstmals seit zwölf Jahren der Fall. Nach Dauer-Regen haben die Veranstalter aber Sorge, dass das Gefährt Schäden am Platz erzeugen könnte.

Auch manche Berufskollegen Dalys rümpften die Nase. “Zu Gehen ist integraler Bestandteil davon, Profigolfer zu sein”, monierte etwa der sechsfache Major-Sieger Nick Faldo. Auch Woods zeigte sich wenig begeistert. “Ich bin auch schon einmal mit einem gebrochenem Bein gegangen ….” verwies er auf seinen Sieg bei den US Open 2008 trotz Knieschmerzen und doppelter Stressfraktur im Schienbein. Es war sein 14. und bis vergangenen April letzter Major-Sieg gewesen.

(APA)

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