Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Alimente: Kinder wurden um 111.000 Euro betrogen

Die Frau des Kindesvaters wurde angezeigt.
Die Frau des Kindesvaters wurde angezeigt. ©Rauch
Angeklagte hatte das Vermögen von einer Million verschwiegen und so Unterhaltszahlungen geschmälert.

Drei Kinder eines geschiedenen Mannes wurden um Unterhaltszahlungen von insgesamt 111.000 Euro betrogen. Dafür wurde die nunmehrige Frau des Unterländers gestern am Landesgericht Feldkirch wegen schweren Betrugs schuldig gesprochen. Die unbescholtene Angeklagte wurde zu einer teilbedingten Geldstrafe von 4800 Euro (240 Tagessätze zu je 20 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte Teil 2400 Euro.

Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Sonja Nachbaur ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe hätte drei Jahre Gefängnis ausgemacht. Das Gericht hätte der von Astrid Nagel verteidigten Angeklagten wohl eine Diversion gewährt und so eine Vorstrafe erspart, wenn sie Verantwortung für ihr Fehlverhalten übernommen hätte.

In einem bezirksgerichtlichen Unterhaltsverfahren hatten die Angeklagte und ihr 52-jähriger Gatte wahrheitswidrig angegeben, er habe von seiner Unfallversicherung kein Geld erhalten. Dabei hatte die Versicherung dem nach einem Zeckenbiss dauerinvalide gewordenen Mann eine Million Euro ausbezahlt. Wäre die Million als Vermögen angegeben worden, hätte der Mann seinen Kindern aus seiner ersten Ehe weit mehr für Alimente bezahlen müssen.

Vater nicht angeklagt

Die Staatsanwaltschaft musste das Strafverfahren gegen den Mann einstellen. Denn die Kinder hatten der Strafverfolgungsbehörde keine Erlaubnis erteilt, ihren Vater anzuklagen. Straftaten im Familienkreis dürfen nur mit Ermächtigung der Opfer verfolgt werden.

Angeklagt wurde deshalb nur die zweite Frau des Geschäftsmanns. Die 49-jährige Lehrerin wurde schuldig gesprochen, weil sie und ihr Mann von dem Alimente-Betrug profitiert haben. Von der Versicherungssumme investierte das Ehepaar laut Anklage 350.000 Euro in das gemeinsame Geschäft. Es finanzierte damit zudem einen 100.000 Euro teuren Swimmingpool und ein Auto zum Preis von 60.000 Euro.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Alimente: Kinder wurden um 111.000 Euro betrogen
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen