Albanischer Junge kann wieder gehen

Dornbirn - Dank des Engagements der Initiative "Allianz für Kinder", des Lionsclubs und der Stadt Dornbirn kann der 18-jährige albanische Junge Haka Orgest heute wieder gehen.

Beinprothesen, die er in seiner Heimat nicht bekommen hätte, und die medizinische Betreuung im Krankenhaus der Stadt Dornbirn haben dies ermöglicht. Vergangene Woche bedankte sich Herr Orgest bei Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele persönlich für die Unterstützung. Begleteit wurde er von Kinderarzt Dr. Wolfgang Hilbe, der die Aktion ermöglicht und begleitet hat.

Haka Orgest wurde 1989 in Elbasan/Albanien geboren. Er lebt dort zusammen mit 5 Geschwistern und seinen Eltern in sehr ärmlichen Verhältnissen. Die Familie bestreitet ihren Unterhalt mit einer kleinen Landwirtschaft mit 2 Kühen, etwas Obst und Gemüseanbau. Beim Spielen im Zug verlor er mit 13 Jahren beide Unterschenkel. Er konnte sich nur noch kriechend und mit Hilfe eines alten Rollstuhles fort bewegen. Zwei Jahre später – im Alter von 15 Jahren – kam er über Vermittlung der Organisation “Friedensdorf” (sei zwei Jahren “Allianz für Kinder”) nach Vorarlberg, wo er mit der finanziellen Unterstützung des Lionsclubs Vorarlberg (die Mittel kommen zum Großteil aus den Erlösen des jährlich im Messeareal Dornbirn im November gemeinsam mit den Pfadfindern veranstalten Flohmarkts) Prothesen erhalten sollte. Die Kosten des Spitalsaufenthaltes wurden von der Stadt Dornbirn übernommen.

Der Spitalsaufenthalt im Jahr 2004 dauerte 2 Monate da ein Beinstumpf operiert werden musste. Eine intensive Physiotherapie war notwendig, um das Gehen mit den Prothesen zu erlernen. Die Firma Orthopädietechnik Mayer in Dornbirn, Färbergasse übernahm zudem die Hälfte der Prothesenkosten.

In den vergangenen Wochen wurden nach einem von der Organisation “Allianz für Kinder” organisierten Flug bei einem Aufenthalt in Vorarlberg im September dieses Jahres die Prothesen repariert und teilweise erneuert. Eine Kontrolle an der Orthopädieambulanz des KH Dornbirn wurde durchgeführt, es war jedoch kein weiterer Spitalsaufenthalt notwendig. Orgest ist wie neu geboren und kann sich problemlos überall ohne Krücken und ohne Rollstuhl bewegen.

Er möchte sich deshalb bei der Bevölkerung der Stadt Dornbirn und allen, die ihm geholfen haben bedanken. Die weitere Betreuung sollte jetzt in Albanien erfolgen, wo entsprechend medizinische Versorgungsstrukturen aufgebaut werden. Wahrscheinlich wäre es für Haka Orgest aber ohne die Hilfe nicht möglich gewesen, so wie heute wieder gehen zu können. (Quelle: Stadt Dornbirn

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