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AKW Temelin erhält Teilgenehmigung

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin hat am heutigen Montag offiziell den vollen regulären Betrieb begonnen. Die Staatliche Behörde für Atomare Sicherheit (SUJB) hat eine entsprechende Teilgenehmigung erteilt.

Damit wurde eine Etappe des offiziellen Probebetriebes beendet, die beim ersten Block mehr als zwei Jahre und beim zweiten Block eineinhalb Jahre dauerte. „Es handelt sich dabei um eine von mehreren Teilgenehmigungen, und dieser Schritt entspricht nicht der abschließenden kommerziellen Betriebsgenehmigung“, erklärte dazu der Sprecher von Umweltminister Josef Pröll (V), Daniel Kapp, auf APA-Anfrage.

Die Abmachungen zwischen Österreich und Tschechien sehen vor, dass eine vollständige, d.h. kommerzielle Betriebsgenehmigung für Temelin nicht vor dem regulären Abschluss des Melker Protokolls erteilt werden kann. „Der Melker Prozess ist jedenfalls von der heute erfolgten Teilgenehmigung nicht betroffen, er wird wie geplant fortgesetzt“, so Prölls Sprecher .

Die SUJB forderte gleichzeitig den Tschechischen Energiekonzern (CEZ) – er ist Bereiber des AKW Temelin – auf, die atomare Sicherheit des AKW weiter „deutlich“ zu erhöhen. Die Teilgenehmigung erfolgte nur wenige Tage nach einer Serie von Pannen bzw. Abschaltungen zum Zweck von Wartungsarbeiten im ersten Block des Kraftwerkes. Es handelte sich durchwegs um Störfälle im nicht-atomaren Teil der Anlage.

Für den tatsächlichen Betrieb des Kraftwerkes hat die SUJB-Zustimmung aus technischer Sicht keine praktische Auswirkungen: Beide Blöcke laufen im Prinzip schon seit langem mit 100-prozentiger Leistung und produzieren insgesamt 2.000 Megawatt.

Die SUJB-Zustimmung gilt vorerst für einen Zeitraum von zehn Jahren nach der ersten Kettenreaktion. Diese hatte es im ersten Bock im Oktober 2000 und im zweiten Block im Mai 2002 gegeben. Nach dem Ablauf der Frist – das heißt 2010 bzw. 2012 – wird eine neue Zustimmung der Atombehörde erforderlich sein.

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