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Akutneurologie ist nun Lehrabteilung

Prim. Dr. Philipp Werner
Prim. Dr. Philipp Werner ©Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.
Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeit für Medizinstudentinnen und Medizinstudenten am Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch. Mit Anfang August 2015 öffnen sich von nun an auch die Türen der Akutneurologie (IANS) am Landeskrankenhaus Feldkirch für Studierende im Klinisch-Praktischen Jahr (KPJ). Der Leiter der Abteilung Prim. Dr. Philipp Werner freut sich, nun auch Medizinstudentinnen und Medizinstudenten ausbilden zu können.

Seit 1999 kooperiert das LKH Feldkirch mit der Medizinischen Universität Innsbruck und ist in den Unterrichtsbetrieb fest integriert. Das LKH Feldkirch war das erste Krankenhaus in Österreich, das alle Richtlinien erfüllte, um als Lehrkrankenhaus tätig werden zu können.

Eine zusätzliche Ausbildungsabteilung

Mit August 2015 erweitert sich nun das Lehrangebot am LKH Feldkirch. Studierende haben ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auch in der Akutneurologie (IANS – Institut für Akutneurologie und Schlaganfall) und Stroke Unit unter der Leitung von Prim. Dr. Philipp Werner ihr Praktikum zu absolvieren: „Für mich ist dies eine sehr positive Entwicklung und auch gleichzeitig ein Renommee für unsere Abteilung und unsere bisher erbrachten Leistungen.“ Bisher konnten die Studierenden in den Abteilungen Innere Medizin und Kardiologie, Kinder- und Jugendheilkunde, Pathologie, Nephrologie und Dialyse, Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie, Plastische Chirurgie, Umfallchirurgie und Sporttraumatologie, Urologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Augenheilkunde, Dermatologie und Venerologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde sowie Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie ihre Praktika absolvieren.

Das IANS als Lehrabteilung

„In erster Linie sollen die Studierenden die Möglichkeit haben, Neues zu lernen, Grundkenntnisse zu erwerben und am besten dabei auch noch Spaß an ihren Aufgaben zu haben“, so Primar Werner.

Die Aufgaben- bzw. Lernbereiche in seiner Abteilung der Akutneurologie gestalten sich vielfältig. Studierende sollen an den täglichen Frühbesprechungen mit Fallberichterstattung aber auch an den täglichen Visiten und Übergabebesprechungen auf der Station teilnehmen. Einen weiteren Aspekt des Praktikums bildet das abteilungsgreifende Lernen. Durch tägliche interdisziplinäre Fallbesprechungen im Rahmen der Röntgenvisite (Neurologie, Radiologie) oder wöchentliche Gefäßbesprechung (Neurologie, Angiologie, Radiologie, Gefäßchirurgie) sollen Studierende dies vermittelt bekommen. Zudem haben sie die Möglichkeit auf der Stroke Unit, in der interdisziplinären Notfallaufnahme, der Hirnkreislauf-Ambulanz, im interdisziplinären Gefäßzentrum sowie im Konsiliarwesen sämtlicher Abteilungen des LKH Feldkirch mitzuarbeiten.

Ziel ist es, dass Studierende neben der klinisch-neurologischen Beurteilung unter anderem die neurologischen Grundkenntnisse in (Liquor-) Punktionstechniken, Neurosonographie, Elektrophysiologie und spezifischer Funktionsdiagnostik erwerben.

Auswahlkriterien

„Auswahlverfahren gibt es keines“, lacht der Facharzt für Neurologie. Um den Studentinnen und Studenten jedoch eine hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, können maximal zwei Studierende gleichzeitig das Praktikum in der Akutneurologie absolvieren. Das macht eine solide Planung sowohl für die Abteilung als auch der Studierenden notwendig. „Wir haben schon Vorbuchungen bis 2018, KPJ Studierende planen vorzeitig“, freut sich Primar Werner.

Um als Lehrkrankenhaus auftreten zu können, müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Grundsätzlich muss ein Bezug zur jeweiligen Hochschule bestehen, sei dies beispielsweise durch Habilitation an der entsprechenden Universität, durch Abhalten von Vorlesungen oder durch Vorweisen von ausreichend Erfahrung in der Absolvierung von Studentenpraktika. Auch strukturelle Bedingungen wie z.B. eine bestimmte Anzahl an Fachärzten oder die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für Studierende zählen zu den Kriterien eines Lehrkrankenhauses. Ein Gremium der Universität entscheidet schlussendlich über die Ernennung zum Lehrkrankenhaus bzw. zur Lehrabteilung.

Die Idee des Lehrkrankenhauses

Lehrkrankenhäuser bringen für alle Beteiligten Vorteile mit sich. Nicht nur Studierende in ihrem Klinisch-Praktischen-Jahr profitieren von dieser Situation, auch Famulanten, aber auch Ärzte und Patienten. Studierende lernen einerseits den Ablauf im Spital kennen und können unter Aufsicht durch qualifiziertes Personal selbstständig erste Erfahrungen sammeln.

Oftmals kommt für Studierende der Heimatbezug noch hinzu, sie erhalten die Möglichkeit nahe am Heimatort ihre Ausbildung zu absolvieren. „Natürlich wäre es schön, wenn wir eine langfristige Bindung des medizinischen ‚Nachwuchses‘ erreichen könnten, speziell in der Neurologie sind wir stets um frische Nachwuchsärzte bemüht“, erläutert der Leiter der Akutneurologie und Stroke Unit.

Durch die Kooperation mit der Universität Innsbruck wird auch die wissenschaftliche Forschung im Krankenhaus selbst gefördert und voran gebracht. Man schafft für Patientinnen und Patienten Möglichkeiten der medizinischen Versorgung, die über die Basisversorgung hinausgehen.

„Studierende bringen schon viel an Basiswissen durch ihr Studium mit. Trotzdem ist man als Arzt immer wieder gefordert, sein eigenes Wissen auf dem aktuellsten Stand zu halten, da oft viele Fragen seitens der Studentinnen und Studenten bestehen“, erklärt Prim. Dr. Philipp Werner.

 

Quelle: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H./Delacher

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