Aktiv im Klimaschutz unterwegs

Von Martin lernt Vali das Handwerk des Isoliermonteurs
Von Martin lernt Vali das Handwerk des Isoliermonteurs ©Gerty Lang
Isolierer kommen dann, wenn der Heizungs- und Lüftungsbauer mit der Installation fertig ist.
Isoliermonteur

LUAG, WAS MA WERA KÜNNT – Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechniker

 

 

 

 

Dornbirn. Wer gern praktisch tätig sein möchte, der wird sich auch nach der 3-jährigen Ausbildung als Wärme-, Kälte- und Schall- und Brandschutztechniker mit Freude an die Arbeit machen. Vali Olariu hat sich für diesen Beruf bei Martin Lechleitner, Isoliertechnik, entschieden. Der 16-jährige kam im Winter 2017 von Rumänien nach Österreich. „Ich möchte etwas lernen und eine Zukunft haben“, bemüht sich der junge Mann Deutsch zu sprechen. Firmenchef und Ausbildner Martin Lechleitner holte ihn aus den völlige desolaten Familienverhältnissen von Rumänien nach Dornbirn. Schwester und Bruder leben bereits hier. „Ich kenne die Familie und wollte einfach nur helfen und dem Jungen eine Zukunft bieten.“ Martin bereitet mit seinem Auszubildenden die Isolierung der Lüftungsleitungen vor. Der schwarze synthetische Kautschuk kommt auf alle Leitungen durch die kalte Luft strömt, also Frischluftleitungen und Leitungen von Klimaanlagen. Ohne Isolierung bildet sich Schwitzwasser, das wiederum führt zu Feuchtigkeit am Boden und eventuell zu Roststellen am Lüftungskanal. Jetzt muss es fix gehen, denn der Kleber bindet ganz schnell ab und dann war die Arbeit umsonst. Beim Ankleben müssen die beiden ganz exakt arbeiten. Denn sobald die eingestrichene Seite des Kautschuks die Lüftungsleitung berührt, geht nichts mehr. Ihre Spezialität ist es Rohrleitungen gegen Wärme- und Kälteeinflüsse zu schützen. Außerdem sind Isolierer Experten beim vorbeugenden Brandschutz. Vali ist sehr bemüht, sieht die Arbeit und packt mit an. Er besuchte in Rumänien acht Jahre die Grundschule und ein Jahr die Berufsschule für Mechanik, erzählt er. Spricht gut Englisch und kann sich auch in Französisch verständigen. Deutsch lernt er jetzt in Rekordzeit und erhält von der Firma dabei jegliche Unterstützung. Der sympathische Junge wird nun auf die Berufsschule vorbereitet, die im Herbst beginnt.

Freude an der Arbeit

Bei der Blechbearbeitung gibt es sechs Arbeitsschritte. Am Anfang steht das Aufmessen des Werkstücks und dann das Übertragen der Daten auf das Blech. Dafür brauchen Isolierer räumliches Vorstellungsvermögen und hilfreich sind auch Kenntnisse im technischen Zeichnen. Dann wird das Blech zugeschnitten. Mit der Blechschere oder am großen Schneidetisch. Als nächster Arbeitsschritt in der Blechbearbeitung kommt das Runden. Speziell gelagerte Rollen helfen dabei. Martin hat seinen Azubi im Auge und gibt Hilfestellung. Vor dem Zusammenbauen brauchen die Blechteile noch Sicken, kleine Nuten an den Rändern. Damit die Blechteile besser zusammenhalten und kein Wasser in die Isolierung eindringen kann.

 

 

 

 

 

Was macht den Beruf aus

 

Martin Lechleitner, Ausbildner

Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und eigentlich ein technisches Handwerk. Man braucht Geschicklichkeit und Freude an der Arbeit. Wir stellen Isolierungen zum Schutz gegen Wärmeverlust, Erwärmung von Kühlvorrichtungen, Feuchtigkeit, Lärm oder Brand her. Wir montieren und verkleiden die Isolierungen an Bauwerken sowie an Rohrleitungen und Anlagen. Weiters beraten wir Kunden über Isoliertechniken und -materialien sowie über Energiesparmaßnahmen und gesetzliche Umweltschutzbestimmungen.

 

 

Vali Olariu, 1. Lehrjahr

Ich kann bereits überall mithelfen. Am liebsten mache ich Alukaschiert. Man arbeitet mit vielen Materialen und ist eigentlich immer auf Baustellen. Die Berufsschule kann ich in Lindau besuchen. Ich lerne, wie man Pläne und Skizzen genau liest. Dann beginnt man die erforderlichen Materialien, wie Mineralwolle, Kleber und Schaumstoffe bereitzustellen. Man arbeitet mit Bohrmaschinen, Zangen und Sägen. Ich bin froh, eine Ausbildung in Österreich machen zu dürfen.

 

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