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Aktien zwischen 19 und 22 Euro

Die Aktien des an die Wiener Börse strebenden Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel werden mit einer Preisspanne von 19 bis 22 Euro auf den Markt kommen.

Zumtobel startet Börsegang Größter Börsegang eines Industrieunternehmens seit Jahren Bis zu 525 Millionen Euro Kapital will die Zumtobel AG durch ihren unmittelbar bevorstehenden Börsegang mobilisieren. Den MitarbeiterInnen von Zumtobel wird ein „Aktionsangebot“ gemacht: Sie können Aktien im Wert von maximal tausend Euro mit 30 Prozent Rabatt erwerben; weitere 1500 Euro bekommen sie mit 15 Prozent Abschlag.

Der Großteil des Gesamterlöses stammt aus dem Verkauf von Altaktien und fließt dem britischen Investmenthaus KKR zu, das derzeit 49,96 Prozent des Kapitals hält. Es will sich nach Möglichkeit völlig aus der Zumtobel AG zurückziehen und sämtliche Aktien verkaufen. KKR wird dafür knapp 290 Millionen Euro erlösen. Die Familie Zumtobel (Jürg und Fritz Zumtobel sowie zwei Schwestern) will ihren Anteil von derzeit knapp über 50 auf etwas mehr als 30 Prozent reduzieren. Der Aktienverkauf über die Börse würde der Familie insgesamt einen Verkaufserlös von rund 65 Millionen Euro bringen.

Insgesamt werden knapp 26 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 19 und 22 Euro angeboten. Davon stammen 17,7 Millionen Stück aus dem Besitz der derzeitigen Aktionäre. Eine Aufstockung um 3,8 Millionen Stück in Form einer „Mehrzuteilungsoption“ („Greenshoe“) ist bei guter Nachfrage vorgesehen.

Weitere 7,9 Millionen Aktien werden im Zug einer Kapitalerhöhung angeboten. Diese Kapitalerhöhung soll rund 152 Millionen Euro bringen. Davon werden 140 Millionen Euro zur vorzeitigen Rückzahlung eines Bankkredits verwendet, der vor drei Jahren in einer für Zumtobel ungünstigen Situation aufgenommen wurde. Zwölf Millionen Euro dienen der „Realisierung der Wachstumsstrategie“.

Zumtobel-Generaldirektor Andreas Ludwig ist überzeugt, dass der ursprünglich erst für Herbst geplant gewesene Börsegang jetzt zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Diese Meinung teilt auch Börsedirektor Michael Buhl: „Die Notierung dieses traditionsreichen, weltweit tätigen Familienunternehmens wird der Wiener Börse zusätzliche Attraktivität verleihen“, erklärte Buhl gestern anlässlich der Präsentation des Börsegangs.

Die Zeichnungsfrist läuft ab sofort bis 10 Mai; der Preis wird am 10. Mai in Form einer Auktion („Bookbuilding“) ermittelt, die Erstnotierung in Wien soll am 12. Mai erfolgen.

Die Vorstandsdirektoren Andreas Ludwig und Thomas Spitzenpfeil verweisen auf die „starke Marktposition, die steigende Ertragskraft und die gute Wachstumsperspektiven“, die Zumtobel derzeit besonders attraktiv machen. In den letzten Jahren wurde keine Dividende bezahlt, ab dem Börsegang sollen 30 bis 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden.

Neben der Präsentation der Eckdaten des Börsegangs fand gestern in Wien in der „Orangerie“ von Schloss Schönbrunn eine Präsentation vor rund 300 Banken sowie möglichen Investoren statt. In Dornbirn ist für heute, Freitag, Abend ebenfalls eine Vorstellung der Pläne geplant.

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